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Fischprofil: Assam-Zwergschlagenkopffisch
| Namen |
| Deutscher Name: | Assam-Zwergschlagenkopffisch |
| Lateinischer Name: | Channa sp. Assam / lal Cheng |
| Synonyme: | Keine - unbeschriebene Art.
Wird im Handel allerdings oft als "Blue Beheri" oder "Asia Blue" angboten. |
| Daten |
| max. Fischlänge: | ca. 15 cm |
| Vorkommen: | Subtropen: Ostindien, Assam - endemische Art.
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| Geschlechtsunterschiede: | Im juvelinen Alter schwer zu erkennen. Ein Paar findet sich am besten aus einer Gruppe.
Bei ausgewachsenen Tieren:
- Böcke besitzen dicke Backen (Maulbüter); Rückenflosse hoch und stahlblau; Schwanzflosse mit ausgeprägtem orangenen Randsaum.
- Weibchen zeigen weniger hohe Rückenflosse; Färbung der Schwanzflosse nicht so ausgeprägt, wie die des Bocks; zeigt mehr orangene Färbung (orangene Schuppen an Wangen und Seiten). |
| Soz. Verhalten: | Raubfisch! Artbecken vorteilhaft.
Jungtiere in der Gruppe verhalten sich friedlich auch größeren Fischen gegenüber. Bei zu wenig Futter vergreifen sie sich leicht an kleineren und schwächeren Geschwistern (kommt vor, dass Jungfischen die Schwanzflosse oder ein Auge fehlt).
Ein harmonisierendes Paar verhält sich großteils friedlich - zu kleineren Zankereien kann es immer kommen (genügend Versteckmöglichkeiten bieten).
Kleinere Beckeninsassen werden als Futter betrachtet. Während der Brutzeit können auch größere Beckenbewohner ihr Leben lassen, daher die Tiere lieber in einem Artbecken halten.
Ihr soziales Verhalten ist eine Augenweide. Ein Paar begrüßt sich auch außerhalb der Brutzeit durch Nasenstupsen und Imponiergehabe. Während der Brut führt der Bock die Jungen, das Weibchen füttert diese mit Nähreier. Es sind sehr soziale und zutrauliche Tiere - richtige Charakterfische. |
| Aquarium & Bedingungen |
| Hälterungsbedingungen: | Beckengröße für ein Paar mind. 112 l, besser größer (200 l).
Temp.: Heizung nicht notwenidig, da subtropische Fische; Winterruhe von Nov. bis ca. März nötig (Hälterung bei unter 20 °C)
Wasserwerte: keine besonderen Ansprüche - normales Leitungswasser genügt. Desto abgestandener, desto besser.
Viele Verstecke bieten. Die Tiere liegen gerne auf Wurzeln oder zwischen Laub.
Achtung: sehr gute Springer - Becken abdecken. Sie finden wirklich jedes Loch! Todesursache Nr.1 in der Chanahaltung ist das Vertrocknen, wenn sie in einem unbeobachteten Moment aus dem Becken springen. |
| Futter: | Räuber! Fressen so gut wie alles, was man ihnen bietet. Insekten und Insektenlarven aller Art in passender Größe. Ein ausgewachsener Channa schafft ohne Probleme mittlere Heuschrecken oder adulte Heimchen. Man kann die Tiere richtig "schmatzen" und "kauen" hören.
Heimchen, Heuschrecken, Schokoschaben, Regenwürmer, Mehlwürmer, Mehlkäfer, alles was kreucht und fleucht, auch Frostfutter (schwarze, weiße, rote Mückenlarven, sowie Bachflohkrebse und Wasserflöhe) werden von ausgewachsenen Tieren genommen - sie gründeln förmlich am Boden rum.
Granulatfutter in passender Größe (zB Cichliden-Sticks) wird ebenfalls angenommen.
Vermutlich wird auch Fisch gefressen (hab ich noch nicht probiert) - also Guppys oder andere Lebendgebärende in passender Größe. Ich bin allerdings der Meinung, dass das nicht nötig ist. Ich vermute, dass die Tiere auch in der Natur eher Insekten fressen. |
| Zucht: | Nach der Winterruhe (unter 20 °C, wenig Futter, keine Wasserwechsel von Nov. bis ca. März) gut anfüttern und einen großzügigen Wasserwechsel (80 %, kühles Wasser) durchführen. Das Männchen beginnt sofort mit der Balz. Nach der Paarung brütet das Männchen in einem Versteck die Jungen im Maul aus - er behält sie ca. 5 Tage im Maul. Dann platziert er die Jungen am Boden in einer Grube oder in einem anderen Versteck (hohle Wurzel) bis sie selbständig schwimmen können. Das Weibchen füttert die Jungen mit Nähreiern. Zusätzlich kann man beobachten, dass die Jungfische häufig am Körper des Vaters knabbern.
Die Nähreifütterung selbst konnte ich leider noch nie live beobachten, interessant ist aber, dass alle Fische wie auf Kommando verschwinden, wenn das Weibchen zur Fütterung schreitet.
Jungfische haben zuerst ein Streifenmuster. Nachdem das Babykleid verschwunden ist, können die Jungen bis 4 cm Länge bei den Eltern belassen werden. Man merkt, wenn sich die Eltern von den Jungen gestört fühlen - dann kann man die Jungen entfernen. |
| Schwimmregion: | alle |
| Temperatur: | 17 °C bis 25 °C |
| min. Beckenlänge: | 80 cm bis 100 cm |
| Sonstiges |
| Besonderheiten: | Unbeschriebene Channa-Art.
Channa sp. Assam besitzt keine Bauchflossen. |
| Schwierigkeitsgrad: | 3 aufgrund der Vergesellschaftungsmöglichkeit, eher für Liebhaber geeignet) |
Quelle : eigene Erfahrung
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