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Umzug mit dem Aquarium  
Geschrieben von Mario am Freitag, 31. Mai 2002

Journal Das hier ist keine Anleitung und auch nicht als solche gedacht. Nein. Es handelt sich um Geschichte eines Aquarienumzugs und stellt somit eine wahre Begebenheit nach.

Vom Umzug eines Aquariums oder aber Dessen Rettung.

Mit Bildern gibts das ganze auf www.aqzone.de unter Berichte.

Dieser Bericht handelt zwar nicht von einem meiner Umzüge, aber vom Umzug eines Aquariums von einem Bekannten zu mir. Grund für diese Aktion war der vorschnell Entschluss dieses Bekannten sich ein Aquarium anzuschaffen. Diese unüberlegte Entscheidung endete leider wie so oft mit der Aufgabe des soeben begonnenen Hobbys.
 
Aber genug dessen. Beginnen wir also mit der vorgefundenen Situation. Da stand also ein 112l Becken mit 10 Schwertträgern, einigen Pflanzen und etwa 50 Schnecken als Bewohner. Also, die Ärmel hoch gekrempelt und los. Zu Beginn wurde also ein 10l-Eimer Wasser aus dem Becken abgezapft, mit größter Mühe die doch recht schreckhaften Fische heraus gefangen und in den Eimer gesetzt. An den Eimer kam dann noch die Luftpumpe um für genügend Sauerstoff zu sorgen. Die Außentemperatur lag damals immerhin bei etwa 30°C. Da die extra auf die Schnelle gekauften Eimer keine Deckel hatten wurden diese mit Plastikbeuteln abgedeckt, welche dann per Schnur am Eimer befestigt wurden. (Die Werbung bitte nicht beachten.)
Der nächste logische Schritt war die Demontage aller Technik. Also, die selbst gebastelten und an der Decke befestigten Leuchtbalken abgebaut, Heizung raus und den Flu*** 104 abmontiert und in einem weiteren mit Aquariumwasser gefüllten Eimer laufen lassen um die Filterbakterien am Leben zu erhalten. So Zigarette geraucht und weiter ging’s.

Um nun auch noch die Pflanzen nicht trockenen Fußes zu transportieren, wurden zwei weitere Eimer mit Wasser gefüllt. Die Pflanzen vorsichtig, möglichst ohne die Wurzel kaputt zu machen, aus dem Boden geholt und in die Eimer gelegt. Und noch mal zwei Eimer Wasser, denn das Aq sollte ja am selben Tag komplett wieder aufgestellt werden. Nächster Schritt, das restliche Wasser aus dem Becken. Zwei weitere Eimer wurden mit dem ungereinigten Bodengrund und den Steinen gefüllt.

Dann ging’s also weiter zum anstrengensten Teil der Aktion. Alles aus dem vierten Stockwerk runter zu Auto und verstaut. Luftpumpe und Filter abgeschaltet und ebenfalls im Auto verstaut. Denn Filter natürlich voller Wasser, wegen der Bakterien. Die Fische kamen vor den Beifahrersitz, weil ich hoffte sie dort nicht all zu doll durchzuschütteln. Auto fahren mit fünf Eimern, randvoll mit Wasser und nur mit Plastikbeutel abgedeckt, über Kopfsteinpflaster, ist keine Freude. Zum Glück nur 10 min Fahrzeit.

Nach dem ich schon schweißgebadet und glücklicherweise direkt vor der Haustür parkend ankam, freute ich mich bei einer Zigarette über die Tatsache das ich derzeit im Erdgeschoss wohne.
Nach der kurzen Pause ging’s dann wieder los.

Das Becken sollte erst einmal wieder so wie vorher aufgebaut werden, mit dem kleinen Unterschied das jetzt Sand rein sollte. Also, Lampen wieder an die Decke gefriemelt, Gestell aufgebaut Becken drauf und den schon gewaschenen Sand rein. Vorsichtig die Pflanzen eingesetzt, die Anubias bekam einen kleinen Bereich, der mit den Steinen abgegrenzt wurde und dem gröberen Kies der vorher drin war aufgefüllt wurde.
Bevor wir’s vergessen der Filter lief natürlich längst wieder am Eimer und die Fische bekamen Luft. Wo war ich stehen geblieben?.. Ach ja. Erst mal das alte Wasser wieder rein, abgesehen von dem wo die Fische ja noch drinnen wahren. Der nächste logische Schritt war also das Auffüllen des Aquariums mit frischem Wasser.

Die ganze Technik wurde wieder dran gebaut. Auch frisches Bio-CO2 gab’s wieder dazu. Noch mal sicherheitshalber PH und Härte gemessen und dann konnten die Fische wieder einziehen. Die fanden die ganze Hecktick erst mal nicht so prickelnd und hingen was lustlos an der Wasseroberfläche rum, wie auf dem Bild auch zu sehen. Zu sehen ist aber auch wie gering die Trübung ausfällt, wenn der Sand (hier Spielsand aus dem Baumarkt) vorher gut gewaschen wurde. Nach nur zwei Tagen ging’s Denen aber wieder prächtig.
Das ganze war im Sommer 2000. Das Becken ist zwar bis heute keine Schönheit geworden, hat aber eine ordentliche Abdeckung bekommen und dient mir noch immer als Quarantänebecken.

Mario

www.aqzone.de

Umzug mit dem Aquarium

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