AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum 23. November 2008, 19:47:30 *
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Autor Thema: Betta splendens - Nachzucht!  (Gelesen 1071 mal)
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« am: 28. April 2004, 22:43:01 »

Hallo!

Ich war vor etwa drei Wochen bei Bach-Aquaristik, mit der Absicht, ein Zwergfadenfisch-Pärchen zu kaufen. Dort hatte man gerade nichts vorrätig, weil sie "zur Zeit nicht halten". Ich entschied mich kurzerhand für einen anderen Labyrinthfisch, nämlich Betta splendens.

Ich kaufte ein Männchen und zwei Weibchen und setzte sie mit zwei Panzerwelsen in ein gut bepflanztes 60-Liter-Becken.

Schon zwei Tage nach dem Einsetzen entdeckte ich eher zufällig ein Schaumnest samt Laich. Ich entfernte also die Weibchen und beobachtete das Männchen bei der Brutpflege. Zwei Tage später waren schon die Schwänze der Jungfische zu sehen, weitere zwei Tage, und sie konnten waagrecht schwimmen.

Obwohl ich keine anderen Fische im Becken hatte und der Filter mit einem feinen Sieb geschützt war, reduzierte sich die Zahl der Sprösslinge dann rapide. Heute, also nach etwa drei Wochen, sind noch 13 Fische am Leben, die nun etwa 1 cm lang sind und sich ausschließlich von Artemia ernähren.

Vor einer Woche war ich beim Hornbach, der zufällig gerade eine Lieferung Fische bekam. Ich konnte mir aus etwa 10 Kampffischmännchen das schönste aussuchen, einen knallroten Schleierschwanz, den ich sogleich mit enem weiteren Weibchen in ein Becken setzte. Er begann sofort mit heftigem Brautwerben und Schaumnestbau, drei Tage später wurde ich Zeuge der Paarung (faszinierendes Schauspiel!!!). Heute sind gut 30 Jungfische am Leben, ich hoffe, dass ich die meisten davon erhalten kann.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mir das Vermehren von Betta splendens als nicht all zu schwierig erscheint, die Laichbereitschaft ist offensichtlich immer gegeben, auch das Aufziehen der Jungfische ist kein Ding der Unmöglichkeit. Damit möchte ich allen Mut machen, die sich mit dem Gedanken einer Zucht beschäftigen, sich aber bislang nicht drüber getraut haben! Wer so wie ich den ganzen Tag zu Hause ist, sollte nach Möglichkeit den Akt der Paarung mitverfolgen, ich fand das sehr interessant! Wer noch Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden, ich habe sicher nicht alles in diesem Bericht untergebracht.

lg Peter

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« Antwort #1 am: 29. April 2004, 13:26:56 »

hi!

gratuliere zu deinen zuchterfolgen!

ich hätte eine idee für die anfänglichen ausfälle! vielleicht sind sogar frisch geschlüßpfte artemia ganz am anfang zu groß und du solltest flüssigfutter in den schwarm träufeln?

ab wann muss man bei den kampfis eigentlich die männchen trennen? das stell ich mir dann vom beckenbedarf her etwas schwierig vor...
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« Antwort #2 am: 29. April 2004, 17:20:10 »

Hallo!

Dass die Artemia anfangs zu groß sind, habe ich leider auch zur Kenntnis nehmen müssen, die jungen Fischchen konnten sie einfach noch nicht fressen. Ich habe dann Staubfutter gekauft, aber richtige Fressaktivitäten waren mir auch dabei nicht aufgefallen. Diesmal habe ich Infusorien gezüchtet, sind unter dem Mikroskop gut zu beobachten.

  Dass es flüssiges Futter gibt, wußte ich nicht. Kannst Du mir da einen Produktnamen nennen?

Ich habe es auch mit tiefgekühltem Futter versucht, aber auch hier konnte ich nicht feststellen, dass die Fische es aufnehmen.

Derzeit sind noch sehr viele Fische aus dem zweiten "Wurf" am Leben, auffallend ist, dass der Dottersack bei ihnen viel kleiner ist, als beim ersten, ich habe das anhand der Fotos verglichen...

Danke für jeden Hinweis,

lg Peter
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HoKo
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« Antwort #3 am: 30. April 2004, 07:19:07 »

Hai !

Bei mir haben sich ein paar ins Zebra-Aufzuchtbecken (also so ein eingehaengtes Laichbecken) geschummelt. Da drinnen war ausser ein paar Hoehlen, Schwimmpflanzen und Algen nix. Gefuettert hab ich die Zebras ausschliesslich mit Futtertabletten. Trotzdem haben sich die Kampfis gut entwickelt. Also auch wenn man sie auch nicht beim Fressen beobachten kann, irgendwie scheinen sie immer genuegend zu bekommen.

btw. ich hatte mal frisch geschluepfte Diamantregenbogenfische (die sind noch kleiner ;-). Die hab ich mit Milchpulver gefuettert. Und man sollte es nicht glauben: auch die sind gewachsen...

@haasi: Grundsaetzlich sobald sie sich attackieren anfangen. Ich hab aus einem Wurf ein paar Maennchen im Becken. Die stellen zwar alles auf, wenn sie sich zu nahe kommen, sie tun sich aber gegenseitig nichts.

greetz
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« Antwort #4 am: 04. Mai 2004, 13:12:23 »

Hallo,

meine Betta-Nachzuchten bekommen Preis Microplan als Flüssigfutter. Dies ist ein Vitamin- und Aufzuchtpräparat, das allerdings nicht überall zu bekommen ist. Wie es in Österreich aussieht weiß ich nicht.
Damit und mit Infusorien bekommt man die Jungen ganz gut durch.
 Mikrowürmer sind ansonsten noch zu empfehlen.

Was machst Du denn mit den ganzen Jungfischen? Die normalen Alltags-Kampffische sind doch nicht immer so einfach loszubekommen. Deswegen ist es wohl auch gar nicht so schlecht, wenn sich der Nachwuchs in Grenzen hält.

Sven
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FritzR
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« Antwort #5 am: 04. Mai 2004, 23:12:45 »

Hallo Peter,
ich habe den Kampffischmann entfernt nachdem die Jungen freigeschwommen sind,da sie die Jungen als Futter ansehen können. Als Aufzuchtfutter habe ich Protogengranulat verwendet. Erst nach einigen Tagen gabs Microwürmer und danach Artemia. so habe ich aus einem Gelege 80 Kampffische großgezogen.
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Grüße aus Gallneukirchen
Fritz

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« Antwort #6 am: 05. Mai 2004, 09:30:49 »

Hallo Fritz!

80 Kampffische ist eine gute Quote. Aus dem ersten Gelege konnte ich nur 14 durchbringen, aus dem 2. etwa 40. Die Frage wurde mir schon gestellt: Was macht man mit so vielen Kampffischen? Hast Du vielleicht eine Antwort darauf?

Was die Fütterung betrifft: Die Tage, bis sie groß genug waren um Artemia aufzunehmen, habe ich sie so gut wie gar nicht gefüttert. Allerdings habe ich das Becken nicht etwa peinlich sauber gehalten. Eine Glasscheibe ist immer mit einem dicken Algenbelag versehen. Dort halten sich die Fische besonders gerne auf, und ich konnte mehrmals beobachten, dass sie dort auch Nahrung aufnehmen. Unter dem Mikroskop zeigt sich auch, dass dieser Algenrasen sehr dicht von den unterschiedlichsten Mikroorganismen besiedelt ist.

lg Peter
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FritzR
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« Antwort #7 am: 05. Mai 2004, 17:45:55 »

Hi,
habe sie bei der Börse hergegeben, solange man sie nicht trennt kann man sie alle in einem Becken lassen. Allerdings wird immer nur 1 Männchen schön, sobald dieses weg ist bekommt der nächste die schönen Flossen, der Rest sieht aus wie Weibchen.
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Grüße aus Gallneukirchen
Fritz

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« Antwort #8 am: 10. Mai 2004, 14:03:13 »

hi
 
ich habe auch noch eine frage zu den kampffischen. kann man die mit platies und guppies zusammentun?

und wieviele weibchen sollte man zu einem männchen tun? ist überhaupt eines nötig, wenn man nicht unbedingt züchten will?

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LG
sabine

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« Antwort #9 am: 10. Mai 2004, 16:17:29 »

Hallo Sabine!

Also das Zusammentun von Platys mit Kampffischen ist problemlos möglich, in meinem Gesellschaftsbecken befinden sich derzeit ca. 6 Platys, ein Betta-Männchen und drei Weibchen, sie vertragen sich gut. Wie das mit den Guppys aussehen würde, weiß ich nicht, weil ich keine Guppys habe. Kampffische reagieren normalerweise aggressiv auf Fische mit großen Flossen und reißen sie dann in Stücke!!!!  ;-)

Vielleicht kann Dir jemand anderer Auskunft darüber geben.

Was die Betta-Betta- Vergesellschaftung betrifft, solltest Du auf jeden Fall vermeiden, zwei oder mehr Männchen in einem Becken zu halten. Alles andere ist kein Problem. Vielfach werden Betta-Männchen einzeln in einem oft sehr kleinen Becken gehalten, sie sollten aber etwa 50 x 50 cm Platz haben, so groß ist ihr Revier. Eine Schar Weibchen dazu ist kein Problem, sie werden sich wahrscheinlich nicht einmal beachten. Für nötig halte ich das aber nicht.

Zur Zucht solltest Du sie auf jeden Fall in ein Einzelbecken tun, welches auch nicht sehr groß sein muß, bei mir 25 oder 30 Liter. Das führt recht schnell zu Paarung und Ablaichen, möglicherweise, weil das Weibchen das Revier nicht verlassen kann. Bei mir hat sich jedenfalls noch nie ein Betta-Pärchen im Gesellschaftsbecken vermehrt!

lg Peter
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