AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum
23. November 2008, 18:27:08
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AUSTRIAN AQUANET Forum
Aquaristik
Aquarienchemie / Wasserchemie
(Moderator:
Krypton
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Wasserwechsel
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Autor
Thema: Wasserwechsel (Gelesen 892 mal)
Wasserwechsel
Krypton
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am:
11. März 2004, 19:12:10 »
Hallo zusammen
Da Viktor ja ein ganz exzelenter Wasseranalytiker zu sein scheint. Seine Erklärungen haben so weit ich das beurteilen kann, zumindest für mich Hand und Fuß, möchte ich zugegebenermaßen schon etwas provokant, die Frage aufwerfen, warum machen wir so viele (regelm.) Wasserwechsel, ohne, daß wir überhaupt wissen ob dies aus chemischer Sicht notwendig ist ?
Was ich damit meine ist folgendes. In einem eingef. AQ laufen gewisse chem. Vorgänge ab. Je nach Größe, Bepflanzung, Bodengrund, Besatz, restliche Technik etc. Anscheinend sind einige Parameter davon für uns enorm wichtig. (Temp,PH,KH,No2,No3,Po4,Fe etc.) Wenn wir davon ausggehen, daß diese Werte jedoch vor anstehenden WW in Ordnung sind, bzw. die von uns gewünschten Werte aufweisen, warum wechseln wir trotzdem Wasser ? bzw. welche Werte sollten/müßten wir noch wissen ? Sollten wir das Wasser nicht erst dann wechseln wenn sich in den Werten eine Veränderung anbahnt. Denn jeder WW über ein Drittel bedeutet doch im Grunde das sich das AQ an die neuen Rahmenparameter neu anpassen muß. Welche Giftstoffe/Schadstoffe würden dabei zus. entstehen, von denen wir offensichtlich nichts wissen, oder nie darüber sprechen?
Kann in einem eingef. AQ Altwasser wirklich so schlecht sein, trotz WW die wir, je nach dem was wir darin halten, als in Ordnung werten?
Ich weiß eine Menge Fragen, aber vielleicht ein interessantes Thema.
ACHTUNG
Ich will damit keinem, schon gar keinen Anfänger raten, kein oder selten Wasser zu wechseln.
Gruß
Fritz
Nachtrag: Natürl. sind Alle hier eingeladen mit zu diskutieren.
[Editiert am 11/3/2004 von Krypton]
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Re: Wasserwechsel
scheif
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Antwort #1 am:
11. März 2004, 19:48:59 »
HI Fritz!
Ganz einfach erkärt der Nitratwert steigt in (fast) in jedem Becken permanent an, durch Fütterung und Stoffwechsel der Fische, und um diesen wieder zu senken wird Wasser gewechselt.
Sollte ein gut funktionierender Nitratfilter installiert sein ist auch kein Wasserwechsel notwendig (ich hab aber noch niemand kennengelernt der so etwas betreibt).
Gruss Franz
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Re: Wasserwechsel
Krypton
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Antwort #2 am:
11. März 2004, 19:57:36 »
Hallo Franz
Ich filtere zus. zu HMF mit Eheim prof. welcher zur Gänze mit Zeolith gefüllt ist. Ich konnte mit normalen Test`s noch nie No2 oder No3 nachweisen.
Gruß
Fritz
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Re: Wasserwechsel
shary
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Antwort #3 am:
11. März 2004, 21:00:58 »
also ich wechsle unregelmäßig wasser und normalerweise nie mehr als 1/3... einerseits um eventuell vorhandenes nitrat zu senken (wobei der nitratwert bei mir eigentlich immer sehr gering bis garnicht nachweisbar ist) aber auch um die natürliche frischwasserzufuhr (wie zb durch wasserzufluss, regen, etc.) zu simulieren...
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Re: Wasserwechsel
Krypton
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Antwort #4 am:
11. März 2004, 21:18:33 »
Hi
Also wenn Du keine Schadstoffe messen kannst und immer unter der Annahme, daß wir hier keinen (uns unbek.) Schadstoff vergessen haben,
was unterscheidet dann dein Friscchwasser vom Altwasser. Eine Umlaufpumpe würde etwas provokant betrachtet, den gleichen Effekt erzielen.
Gruß
Fritz
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Re: Wasserwechsel
Viktor
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Antwort #5 am:
11. März 2004, 21:19:16 »
Hallo!
Es ist ja nicht nur so, dass beim Wasserwechsel Schadstoffe entfernt werden, damit meine ich nicht nur NO3 oder PO4, sondern auch andere Sachen, die wir nicht messen, wie Eiweis, etc.
Durch einen Wasserwechsel wird auch die Keimbelastung gesenkt und Spurenelemente, die immer im Leitungswasser (oder im mit Spezialsalzen behandelten Osmosewasser) vorhanden sind, werden nachdosiert.
Es ist natürlich duchaus möglich, ein Aquarium ohne Wasserwechsel zu betreiben, aber das Gesamtsystem ist erheblich empfindlicher und darf keinen großen belastungen (wie viel fische zB) ausgesetzt werden.
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Viktor
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Letztes Update: April 2004
Re: Wasserwechsel
Krypton
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Antwort #6 am:
11. März 2004, 21:33:35 »
Hallo Viktor
Danke, daß Du da bist, insgeheim habe ich an eine Antwort von dir gehofft (g) und dachte auch, daß ich Prügel von dir bekommen werde.
Nun, wie ich bereits einige Male betonte, den Bakteriendruck könnte man einen UV Klärer entgegensetzen. Müßte ein dementspechend einger. Becken nicht mit div. Eiweiß alleine fertig werden?
Spurenelemente: Was mich betrifft fahre ich mit Osmoseanl. (wie Du ja mittlerw. weißt) ich denke da bleibt von Spurenelementen nicht viel über.
Damit wir ein besseres Bild haben, noch einmal div. Parameter meines AQ.
(Die restl. kennst Du ja bereits)
Gr. 720 lt. Brutto
Besatz: 5 mitlere, 2 kleinere Diskus
6 Kaisersalmler
6 Schrägschwimmer
7 siam Rüsselbarben
2 Mikrogeoph. Ramirezi
12 Coridoras (mitteel)
5 Marmorbeilbauch
10 Neons
Ist das viel ? genug. ? zu viel ?
Mir spukt einfach Altwasser im Kopf herum (g)
Gruß
Fritz
[Editiert am 11/3/2004 von Krypton]
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Re: Wasserwechsel
Viktor
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Antwort #7 am:
12. März 2004, 08:11:27 »
Hallo Fritz!
Prügel klingen bei mir ein bischen anders :)
Wie schon gesagt, Altwasser ist durchaus machbar, aber in gewisser Weise empfindlicher als ein Becken mit regelmäßigem Waserwechsel. Schau mal ins ZiFiFo und gibt dort bei der Suche "Altwasser" ein. Da sind einige Threads, in denen dieses Thema recht intensiv diskutiert wurde.
Noch zum UV-Klärer: Das, was der zerstört, verschwidnet ja nicht aus dem Aquarium, sondern bleibt eben in anderer Form (Nitrat, Phosphat und was weiß ich noch alles) im Wasser oder dem Bodengrund erhalten.
In einem auf Basis Altwasser betriebenes Aquarium müssen sich die Produzenten und Verbraucher aller Stoffe die Waage halten. Zusätzlich müssen die täglich in Form von Futter eingebrachten Nährstoffe auch bewältigt werden. Irgendwie muss das alles auch wieder aus dem Aquarium entfernt werden. Bei Altwasserbecken geschieht das oft in Form von überschüssigen Pflanzen.
[Editiert am 12/3/2004 von Viktor]
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Viktor
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Letztes Update: April 2004
Re: Wasserwechsel
shary
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Beiträge: 75
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Antwort #8 am:
12. März 2004, 12:04:03 »
Zitat
Hi
Also wenn Du keine Schadstoffe messen kannst und immer unter der Annahme, daß wir hier keinen (uns unbek.) Schadstoff vergessen haben,
was unterscheidet dann dein Friscchwasser vom Altwasser. Eine Umlaufpumpe würde etwas provokant betrachtet, den gleichen Effekt erzielen.
Gruß
Fritz
ich verbinde den wasserwechsel mit pflanzendüngung und temperaturwechsel (zeitweise senkung um ein paar grad) wie bei einem regenschauer...
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Re: Wasserwechsel
Krypton
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Antwort #9 am:
12. März 2004, 16:30:36 »
Hallo Shary
Ich kann dir da nur sehr bedingt recht geben.
Ein Temparaturwechsel kann durchaus positiv wirken, dies ist aber (zum. bei mir) genauso erreichbar indem man seine Heizung genau steuert. Selbst mit normalen Heizstäben ist das machbar. Bei abgedeckten Becken kann sich das von selbst ergeben, alleine durch die Wärme der Lampen/Röhren, die ja Nacht`s nicht in Betrieb sind. Einen Temp. Wechsel von mehreren ° (sagen wir mehr als 1,5) halte ich, außer es ist für Laichstimulation erwünscht, als kontraproduktiv. (schlecht.)
Für Pflanzendüngung ist WW auch nicht generell zu empfehlen, da sich ja meines Wissens in einem Becken mit ausgewogenen biol. Gleichgewicht, mehr als genug Nährstoffe für die Pflanzen bilden. Diese entfernst Du aber durch regelm. WW wieder. Als Ausnahme sehe ich da lediglich Fe, (Eisen)welches regelm nachgedüngt werden muß. Bei öfteren WW wird jedoch zus. Volldünger notwendig bzw. für einen prächtigen Pflanzenwuchs wahrsch. unumgänglich sein.
Ich setze natürl. voraus, daß alle sonstigen Parameter wie Temp. Licht, Wasserwerte etc. so optimal als möglich sind.
Abschließend möchte ich ausdrücklich betonen, daß es sich bei meinen Überlegungen nicht unbed. um wissenschaftlich bewiesene Meinungen handelt (zumindest mir nicht bekannt) sonderrn ich mir rein pers. den Kopf über dass Thema zerbreche.
Auf WW bei normalen AQ die mit Leitungswasser betr. werden zu Testzwecken einfach zu verzichten, oder stark einzuschränken, halte ich selbstverständlich, bei nicht genauen Wissen über chem. Wasservorgänge, als äußerst riskant und gefährlich.
Gruß
Fritz
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