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AUSTRIAN AQUANET Forum 23. Mai 2012, 09:58:34 *
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Autor Thema: Projekt Groß Aquarium  (Gelesen 2289 mal)
LameraRa
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« am: 26. April 2009, 10:26:17 »

Hi Forumsgemeinde!

Da ich mit den Arbeiten nun halbwegs fertig bin, komme ich endlich dazu, auch mal mit meinen Bericht und erzählungen anzufangen.

Ich werde das Thema aber immer wieder schließen, sodass keiner dazukommt, hier Fragen zu stellen.
Das mache ich deshalb, damit der ganze Bericht zusammenhängend bleibt.
So ist es leichter zu verfolgen, wie die einzelnen Schritte nach und nach ein ganzes ergeben.
Ich denke keiner hat Lust sich über zig Seiten zu quälen, bis er den nächsten Schritt finden.
(So habe ich es in anderen Foren schon gesehen!)

Fragen (sollte es welche geben) bitte in einen eigenen Thema eröffnen! THX

Ob der Titel "Projekt Groß Aquarium" passt, weis ich auch nicht.
Denn ich habe schon viel Größere AQs gesehen als meines!  Grinsend
Aber für mich ist es eines!

Ich werde die einzelnen Schritte immer als eigenen Post beschreiben.
Dadurch kann ich max. 4 Bilder dazu rauf laden, die auf dem Austria Aquanet Webspace liegen.
So können sie (hoffe ich zumindest) nicht verloren gehen!

Ich hoffe es gefällt euch und ich kann den einen oder andern zum Nachmachen animieren!

Zuerst aber noch ein paar Eckdaten, die man als Vorabinfo haben sollte!

Das Glas hebe ich vor Jahren durch einen Tipp im Forum erhalten! (THX an Reinhard)
Es waren einzelne Glasscheiben die ein AQ mit der Gesamtgröße von 320x85x70 cm ergaben.
-> ca. 1904L Bruttovolumen
Abzüglich der Glass stärke (19mm) bleibt 1740L
Abzüglich der Einrichtung usw. schätze ich es auf 1600L oder sogar etwas weniger.

Es soll als Tanganjika AQ dienen und steht bei mir im Keller.

So genug am Rande erzählt.
Starten wir mit schritt 1!

Viel Spaß beim lesen!

Ralph
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LameraRa
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« Antwort #1 am: 26. April 2009, 10:47:32 »

Schritt 1 – Grundfeste für den Unterbau

Das AQ wird im meinen Keller stehen. Um genau zu sein in meinen AQ Raum.
Hier gibt es einen Estrich mit Fußbodenheizung.
Da das Gewicht des gesamten AQs samt Unterkonstruktion, Wasser, Einrichtung usw. ja sehr „mächtig“ ist, habe ich mir in der Bauphase meines Hauses schon über sowas  Gedanken gemacht.
Das Gewicht eines solchen AQs würde den Estrich vermutlich reißen lassen und die FBH zerstören.
Daher habe ich im Estrich Löcher frei gelassen, damit ich die Unterkonstruktion direkt auf die Sohle (für alle nicht Hausbauer -> das ist die 30cm dicke Dichtbetonplatte, auf der das Haus steht) stellen kann.
Dies habe ich mit dickwandigen Stahlrohren gelöst.

Foto 1 – Das Freigelassene Loch

Foto 2  - Loch mit Stahlrohr

Foto 3 – Ausgegossen würde es mit „Blitzzement“

Foto 4 – Die fertige Stütze

Diese Lösung ist natürlich sehr individuell!
Hier muss jeder selber schauen, wie er mit der Statik eines solchen Gewichtes umgehen muss oder kann!
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Gruß Ralph!
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« Antwort #2 am: 26. April 2009, 11:08:31 »

Schritt 2 – Der Unterbau Teil 1

Diesen Schritt muss ich in 2 Teile spalten, damit die Anzahl der Fotos den Text gerecht wird.
Bzw. man das Geschriebene auch mit Fotos erkennen kann! *g*

Das Material war schnell beschafft. Ytong gibt es ja in jedem Baumarkt.
Ytong deshalb, weil es leicht zu bearbeiten ist und selbst nicht so viel Gewicht hat!

Hier ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen!!!
Ich habe Ytong (gelb) verwendet.
Es gibt aber auch noch andere Ytong Steine (rot/schwarz?) die mehr Druck aushalten!
Also sollte besser druckfesteres verwendet werden!

Als Kleber habe ich Flexkleber verwendet. Der ist günstig und hält!

Damit das Gewicht des AQs auch schön auf die Stützen verteilt wird, habe ich I-Träger aus Alu verwendet.
Wegen dem Gewicht und weil ich die rum liegen hatte! ;-)
Auch wegen der Gewichtverteilung habe ich die Ytong Steine auf ein Niro U gestellt.
Damit das Gewicht wirklich nur auf die Sohle kommt und sonst nirgends anders hin!

Um die ganze Konstruktion auch gleich hoch zu bekommen,
musste die erste hintere Reihe auf die richtige Höhe geschnitten werden.
Die hintere Reihe steht direkt auf der Sohle, hier ist ein Kanal frei, in dem die Leitungen der Erdwärme laufen!

Als dies erledigt war, konnte der Aufbau beginnen!

Foto 1 – Das Material

Foto 2  - Erste hintere Reihe mit den I-Trägern auf den Stützen

Foto 3 – Niro U Profile

Foto 4 – Die 2. Reihe
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« Antwort #3 am: 26. April 2009, 13:50:34 »

Schritt 2 – Der Unterbau Teil 2

Nachdem die erste und 2 Reihe eingerichtet ist, kann es weitergehen.
Ich möchte noch anmerken, dass ich die Ytong Steine alle im vorhinein geschnitten habe.
d.h. die Steine habe ich vorher ohne verkleben schon aufgebaut.
Geschnitten habe ich sie auf einer Bandsäge.
(bzw. ein Bekannter, der in der Arbeit so ein gerät hat!
Aber es geht wirklich sehr leicht mit dem Fuchsschwanz zu schneiden!)

Auf gemauert wurde auf eine Höhe von ca. 74 cm.
Es kommt ja noch was oben drauf!
Auch vorne, daher war ich von der Höhe gebunden, dass aber später …

Damit ich auch noch 2 große Stauräume bekommen habe, wollte ich kein riesen Überlager einbauen.
Ein Ytong Überlager hat eine Höhe von 25 cm !!!!
Das würde mir die Öffnung auf der Vorderseite zu klein werden.
Daher entschloss ich mich, auch hier einen I-Träger liegend zu montieren!
Der nahm mir von der Höhe nicht viel weg, nur 6 cm!
Der musste aber auch ordentlich montiert werden.
Darum habe ich zum Druckverteilen Niro Platten auf den Träger verschraubt, wo er am Ytong aufliegt.

Somit war die Ytong Unterkonstruktion fertig!

Der Unterbau aber noch nicht!  Zwinkernd

Foto 1 – Aufgemauert

Foto 2  - Niro Platte auf I-Täger

Foto 3 – Fertiger Ytong Unterbau rechts

Foto 4 – Fertiger Ytong Unterbau links
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« Antwort #4 am: 26. April 2009, 14:05:27 »

Schritt 2 – Der Unterbau Teil 3

Der Ytong Unterbau ist also soweit OK.
Um den Druck auch wirklich gut verteilen zu können, verwende ich eine Doka Platte mit 27 mm Stärke.
Das genaue Maß schnitt ich aus einer vollen Doka Platte heraus.

Trotz aller meiner Bemühungen, ist der Unterbau nicht 100% in der Waage.
Daher holte ich mir Rat bei einem Profi.
Der Meinte ich sollte die Dokaplatte vollflächig auf die Ytongsteine kleben.
So kann man mit der Waage die Platte 100% einrichten.
Da er mir dabei half, machte ich es auch so! 

Als die Platte verlegt war und 1 Tag getrocknet ist, habe ich auch gleich das Styropor zur Isolierung
und zum Schutz vor Spannungen im Glas verlegt.
2 cm Styropor reichten mir hier als Unterlage!

Im Zuge dessen, habe ich auch gleich die Bohrung für den Überlauf ins Filter AQ gemacht.

Jetzt war der Unterbau fertig!

Foto 1 – Unterbau mit Flexkleber zum einrichten

Foto 2  - Unterbau mit Flexkleber zum einrichten

Foto 3 – Fertiger Unterbau

Foto 4 – Lochbohrung von Unten gesehen für den Überlauf
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« Antwort #5 am: 09. Mai 2009, 15:51:23 »

Schritt 3 – Glas kleben

Jetzt wo der Unterbau soweit war, konnte das Glas geklebt werden.
Anfangs war der Plan es selber zu machen, mit Beihilfe von Bekannten.
Aber das habe ich verworfen und mir anstelle dessen eine Glaserei gesucht, der das für mich übernimmt.

Die Arbeit, das Glas zu reinigen habe ich schon selber gemacht.
2 Tage Arbeit mit Klinge und Drahtwaschl.
Das Ergebnis war aber wirklich super.
Um die Arbeit des Glasereres zu erleichtern, haben wir die Scheiben schon Tage zuvor in den Keller getragen.
So konnte sich das an die Temperatur anpassen.

Detail am Rande: das ganze Glas hat ein Gewicht von 400kg.
Die Frontscheibe alleine 103kg!! Wir haben sie zu 3 getragen.
Der Boden besteht aus 2 getrennten Platten.

Beim Kleben sind 10 Tuben AQ Silikon drauf gegangen.
Wir wollten aber sicher gehen, dass es auch dicht wird! ;-)

Foto 1 – Die Glasplatten

Foto 2 - Die Rückwand

Foto 3 – Das richtige Werkzeug

Foto 4 – Fertig
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