AUSTRIAN AQUANET
   Aquaristik, Terraristik und Vivaristik in Österreich
Login
Nick: Pass:  

 Home > Forum
AUSTRIAN AQUANET Forum 08. Oktober 2008, 09:20:03 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:

 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1] 2   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Kann man Lebendfutter züchten?  (Gelesen 957 mal)
fishthunder
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 155



« am: 28. September 2007, 14:47:05 »

hy ihr da vor den bildschirmen Zwinkernd...ich bin's mal wieder...

meine frage ist diesmal ganz einfach und konkret, können hobbyaquarianer auch selbst irgendwie lebendfutter züchten?

danke im voraus
Gespeichert
aramis
Vereinsmitglied
Hero Member
***
Offline Offline

Beiträge: 673



WWW
« Antwort #1 am: 28. September 2007, 15:16:37 »

hallo,

klar kann man selber züchten, kommt halt drauf an was. Enchyträen sind relativ einfach, Artemia geht auch. Es gibt so viel verschiedenes Lebendfutter - kommt auch auf deine Fische an, was die so mögen.
Gespeichert

lg manu
fishthunder
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 155



« Antwort #2 am: 28. September 2007, 17:55:48 »

ich würde gerne weiße mückenlarven züchten, nur leider habe ich keine ahnung wie ich das machen soll.... Huch

kann mir einer sagen, wie ich da genau vorgehen muss? Lächelnd
was gibt's denn noch für arten als lebendfutter?
Gespeichert
martinn
Vereinsmitglied
Sr. Member
***
Offline Offline

Beiträge: 299



« Antwort #3 am: 28. September 2007, 18:41:03 »

Hi,

Wasserflöhe (Daphnien) kann man auch recht problemlos zu Hause züchten. Es kommt halt auch immer drauf an, welchen Aufwand man betreiben möchte.
Wenn man unbedingt Lebendfutter verfüttern möchte, geht das mit Artemia wahrscheinlich am einfachsten.
Gespeichert

lg Martin
nur die Ruhe bringt's ;-)
fishthunder
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 155



« Antwort #4 am: 28. September 2007, 19:53:18 »

ja was den aufwand betrifft habe ich überhaupt keine probleme, schließlich ist die aquaristik mein hobby.. Smiley
es soll sich nur in einen vernünftigen, finanziellen rahmen bewegen...

das einzige was ich wissen muss ist das know-how... kann mir den einer sagen, wie ich jetzt konkret jetzt die weißen mückenlarven züchten kann?
Gespeichert
aramis
Vereinsmitglied
Hero Member
***
Offline Offline

Beiträge: 673



WWW
« Antwort #5 am: 28. September 2007, 20:14:19 »

also ich vermute mal, dass Mülas nicht gerade die einfach zu züchtenden sind - vermutlich wirst da mücken brauchen, und das ist wohl net so ideal *g*

Du solltest nach einfacheren Alternativen suchen Smiley
Gespeichert

lg manu
fishthunder
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 155



« Antwort #6 am: 29. September 2007, 12:30:04 »

ok danke, dann werde ich mich für die wasserflöhe entscheiden...

und wie mach ich das mit den wasserflöhen genau (züchten)?
Gespeichert
kekule
Administrator
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 2919



WWW
« Antwort #7 am: 29. September 2007, 18:25:26 »

Hallo

Wasserflöhe / Daphnien kannst ganz einfach in einem Behälter nachzüchten,

Temp nicht zu warm nicht zu kalt, Fensterbrett oder so und dann einfach wachsen und gedeien lassen.

Meine sind leider verendet nach dem es im Sommer etwas zu warm wurde Traurig

mfg
Gespeichert

Bitte die Suchfunktion verwenden
fishthunder
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 155



« Antwort #8 am: 30. September 2007, 09:57:48 »

füttern muss ich die viecher nicht, oder? Huch und halt bei zimmertemperatur halten.. Zwinkernd
Gespeichert
martinn
Vereinsmitglied
Sr. Member
***
Offline Offline

Beiträge: 299



« Antwort #9 am: 30. September 2007, 20:12:32 »

Hi,

hier ein kleiner Zuchtbericht:

Als „Startwasser“ wird Aquarienwasser, besser noch das Tümpelwasser verwendet. Leitungswasser ist für den Anfang ungeeignet, da es an wichtigen Nährstoffen fehlt. Die Haltung sollte bei Temperaturen um die 21 - 25 °C erfolgen, da hier die Ausbeute sehr hoch ist. Bei höheren Temperaturen darf ein Sprudler nicht fehlen, da sonst die Population aufgrund von Sauerstoffmangel eingeht. Bodengrund, Pflanzen oder dergleichen sind nicht notwendig, ich nutze lediglich eine Beleuchtung, um das Algenwachstum positiv zu beeinflussen. Dafür nutze ich eine einfache 20 Watt Halogenleuchte für 10,- €. Eine Beleuchtung ist nicht zwingend erforderlich. Das Behältnis kann auch in einer relativ dunklen Ecke stehen. Zu beachten ist jedoch, das viel Licht das Algenwachstum fördert = Futter für die Flöhe. Deswegen eignet sich ein Fenster-Stellplatz am besten, wenn keine Beleuchtung verwendet wird.
Zur Zucht sind alle Gefäßgrößen ab 4 Liter geeignet. Stabiler und ertragreicher läuft die Zucht natürlich in größeren Gefäßen. Als Startansatz können selbst getümpelte Wasserflöhe, Flöhe von Bekannten, Zuchtansätze die man sich übers Internet zusenden lassen kann und Lebendfutterbeutelchen mit Wasserflöhen aus der Zoohandlung verwendet werden.
Die Fütterung der Wasserflöhe ist sehr einfach. Dazu kann täglich eine geringe Menge an Trockenhefe in einem Glas mit warmen Wasser gelöst werden. Diese Nährflüssigkeit wird dann einfach in das Becken gegeben. Es empfiehlt sich nur so viel in das Becken zu geben, dass nach spätestens 12 Stunden das Wasser wieder klar ist. Ein zuviel an Nährflüssigkeit trübt das Wasser derart ein, dass die Wasserflöhe regelrecht ersticken können. Weiterhin kann man mit Mikrozell oder Liquizell (Artemiaaufzuchtfutter) füttern oder einfach mit Spirulinapulver. Dieses soll den Vorteil haben, dass das Wasser nicht so schnell kippt.
Alle zwei Monate sollte ein bisschen Wasser gewechselt werden. Es empfiehlt sich dazu möglichst rasch den Boden abzusaugen, da sonst zu viele Wasserflöhe mit abgesaugt werden. Nachdem der Boden gereinigt ist, kann man das Wasser über ein Netz weiter absaugen. So bleiben die Wasserflöhe im Becken.
Bis auf das Aufstellen des Beckens (ca. 1 Stunde) ist der Aufwand sehr gering. Zur Fütterung mit aufgeschlämmter Trockenhefe (Anrühren + Reinkippen) brauche ich etwa 1 min täglich. Dafür kann ich in diesem 70 Liter Becken jeden Tag Wasserflöhe herausfangen. Die tägliche Fangmenge würde ich auf 4 dieser Lebendfutterbeutelchen mit 100 ml Inhalt aus dem Zoohandel abschätzen. Wenn man Fangpausen einlegt, ist es entsprechend mehr, man sollte aber spätestens nach 4 Tagen Wasserflöhe herausfangen. Ansonsten werden es zu viele und das Wasser kann kippen.
Weitere Vorteile sind noch, dass wirklich alle Futtertiere leben und keine (evtl. sehr sehr geringe) Mengen an belastetem Wasser in das Hauptbecken gelangen.
Die Beleuchtung + die Membranpumpe (ich nutze eine mit mehreren Ausgängen gleich für andere Aquarien mit) benötigen bei mir am Tag 0,78 kWh. Ein Päckchen Trockenhefe á 7g reicht mindestens 1 Monat.
Der Wasserfloh dient dem Fisch eigentlich nur als Ballastfutter. Sie haben einen sehr geringen Protein- und Fettgehalt, weswegen sie nie dauerhaft und als einzigstes Präparat verfüttert werden sollen. Pluspunkte sammelt der Wasserfloh als hervorragender Schwimmer, was bei so manchen Fischen den Jagdinstinkt weckt und somit zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt.
Gespeichert

lg Martin
nur die Ruhe bringt's ;-)
Seiten: [1] 2   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.4 | SMF © 2006-2007, Simple Machines LLC




Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.

Nutzungsbedingungen

Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2008 by AUSTRIAN AQUANET


Bewerten Sie meine Seite bei AquaLink!

Impressum | Werben



AUSTRIAN AQUANET

Seitenerstellung in 0.2852 Sekunden, mit 29 Datenbank-Abfragen