AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum 12. Oktober 2008, 02:27:14 *
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Autor Thema: Anomalochromis thomasi GU  (Gelesen 339 mal)
nicolleen
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« am: 28. August 2006, 18:11:03 »

Hi,

kann mir jemand aus seiner Erfahrung sagen, wie man die Geschlechter vom Fisch im Titel einigermassen sicher unterscheiden kann?

Sie sind ca. 4.5cm gross, also laut fishbase fast ausgewachsen.

Es gab 5 Stueck im Geschaeft (Zierfischzentrum), und ausser leichten Farbschattierungen haette ich die nicht unterscheiden koennen. Ich kann natuerlich auch nicht sagen, ob tatsaechlich beide Geschlechter vertreten waren. Der Verkaeufer hat sich auch mit dem Mergus geholfen, und dann irgendwas von einer kleineren, runderen Schwanzflosse erzaehlt, einen Unterschied, den ich bei meinem "Paerchen" nicht erkennen kann.

In diesem Zusammenhang wuerde ich gerne wissen, ob bei dieser Fischart das Maennchen oder das Weibchen das farbenkraeftigere ist, lt. Mergus scheint es das Weibchen zu sein, vom ramirezi, mit dem es ja naeher verwandt ist, ist es eindeutig das Maennchen.

Vielen Dank im voraus!

lg
niki
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Reinhard
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« Antwort #1 am: 28. August 2006, 20:58:37 »

Hallo Niki!

Ist das der Fisch der früher Pelmatochomis thomasi hieß?

lt. Afrikanische Cichliden I von Linke und Staeck wird das Männchen mit 8 cm totale größer als das Weibchen mit 6,5 cm.
Die Männchen sind etwas schwächer in der Punktzeichnung und bleiben heller. Weibchen bei der Balz- und Laichfärbung anstellen von Punkten auf der Körbermitte und auf dem Schwanzstiel fünf mehr oder weniger durchgehende dunkle, breite Querstreifen bei dunklem Rücken.

PS: Mit ramirezi hat der Fisch aber nichts zu tun.
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Krypton
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« Antwort #2 am: 28. August 2006, 21:16:10 »

Hallo Niki

Ich fürchte sofern sich nicht ein ausgesprochener Spezialist dazu meldet, wird ein GU Bestimmung vor Beobachtung des Paarungsaktes nur sehr schwer möglich sein.
Sorry, mein Bede Atlas gibt dazu punkto Bilder die allerdings mit M u. W. bezeichnet sind, auch nichts her. Bei einem W. entdeckte ich möglicherweise eine etwas kräftigere Zeichnung der Spitzen der Rückenflosse, könnte auch sein, dass beim M das hintere Ende der Rückenflosse etwas spitzer ist, denke aber das dies eher rein zufällig an der Abbildung liegt.
Außerdem gibt es da auch noch je Herkunft punktierte und eher gestreifte Arten.
Konntest Du vor dem Kauf keine Verhaltensweisen feststellen die eine Bestimmung event. leichter gemacht hätte?

LG
Fritz
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nicolleen
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« Antwort #3 am: 28. August 2006, 21:34:25 »

hallo ihr beiden!

vielen dank fuer eure hilfe, genau aus dem grund hatte ich gehofft, eigene erfahrungen zu lesen, denn die literatur ist furchtbar widerspruechlich! von der groesse angefangen, die sich zwischen 4,5cm und 10cm belaeuft, bis ueber die beschreibung der zeichnungen, die bei den einen angaben bei den weibchen und dominanten maennchen staerker sien soll und bei den anderen nur bei den maennchen,... ganz abgesehen davon, dass ich die fische nun die letzten paar stunden recht intensiv beobachten konnte, weiss ich auch wieso die farblichen hinweise in der literatur so unterschiedlich sind - die tiere wechseln die oefter und schneller als ich blinzeln kann!!

beim haendler hab ich schon versucht zu schauen, ich hab ja auch die letzten 2-3 mal, die ich dort war, diese fische angeschaut, weil sie mich recht fasziniert haben. sie scheinen in dem recht dicht "bepflanzten" "gesellschaftsaquarium" beim haendler sehr genau ihre reviere ausgeschnapst zu haben. bis auf einen, der eine staerkere schimmernde blaufaerbung (wunderschoen! hab ich natuerlich genommen) hat, sehen alle anderen fuer mich gleich aus, soweit man das in dem staendig wechselnden kleid jedes einzelnen ueberhaupt sagen kann.

in meinem aquarium hat eines (das blaue) generell eher eine dunkle faerbung angenommen und zeigt sehr haeufig 5 schwarzgraue querstreifen. das andere (entweder weibchen oder unterlegenes maennchen) hat sich umgekehrt sehr hell gemacht, und zeigt immer wieder mal 2 rabenschwarze grosse punkte, einen in der koerpermitte (wie bei den ramirezis) und einen am beginn der schwanzflosse. beide punkte hat der andere am anfang immer wieder "gekuesst", und auch den mund!! recht liebevoll. deshalb war ich schon ganz happy, dass es sich wohl um ein gemischtes paerchen handelt. aber inzwischen jagt er nur mehr das andere, und der/die kommt selten - aber doch!- raus, um sich kurz durchs aq jagen zu lassen. die knallschwarzen punkte sind inzwischen oefter grau als schwarz. ich hab nochmal die strukturierung geaendert, jetzt scheinen sie sich bisschen zu entspannen, aber das jagen ist da. revierstreitigkeiten oder balz?? keine ahnung. am anfang hats eher wie recht intimes klassisches tanzen mit schrittfolge ausgesehn. jetzt nimma.

das mit der herkunft kann ich mir durchaus vorstellen, der kommt ja in recht entfernten bereichen vor, gleich in drei laendern. und die bilder, die google ausspuckt, sind auch extrem unerschiedlich.

das mit der rueckenflosse waere jedenfalls mal der gleiche hinweis, den der vom zierfischzentrum erwaehnt hat.

@ reinhard
ja genau! im geschaeft ist er sogar noch als pelmatochromis angeschrieben, gefunden hab ich auch noch haplochromis und papillochromis, aber der einzige laut fishbase momentane gueltige name scheint anomalochromis zu sein.

bez. ramirezi - vielleicht sind sie eh nicht sehr verwandt, aber sie sehen sich verdammt aehnlich. auch das freilaichen auf steinen und brutverhalten ist gleich, laut literatur halt. na ich bin sehr gespannt. die scheinen nicht leicht zu bekommen zu sein, ich hoffe schwer, ich hab ein paerchen. hab meiner mutter auch schon zwei eingeredet, so steigert sich die wahrscheinlichkeit *g* drei gibts ja noch.

edit: weil ich furchtbar schlampig gelesen hab...... das mit der dunklen faerbung und den querstreifen hab ich jetzt voll ueberlesen, d.h. dass mein vermeintlich sicheres maennchen ev. sogar ein weibchen ist! irritieren tut mich nur mehr, dass ich eben auch gelesen hab, dass die weibchen dasselbe farbmuster zeigen, wie das dominanteste maennchen...

lg
niki



« Letzte Änderung: 28. August 2006, 21:36:50 von nicolleen » Gespeichert
Reinhard
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« Antwort #4 am: 28. August 2006, 21:54:11 »

Hey Niki!

Zitat:
bez. ramirezi - vielleicht sind sie eh nicht sehr verwandt, aber sie sehen sich verdammt aehnlich. auch das freilaichen auf steinen und brutverhalten ist gleich, laut literatur halt.

Ich glaube da hast Du etwas falsch verstanden.
Die beiden, ramirezi und thomasi, waren in Ihrer Entwicklungsgeschichte durch den Atlantik getrennt.
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Krypton
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« Antwort #5 am: 28. August 2006, 22:01:01 »

Hallo Niki

Noch ergänzend:

Zitat
und zeigt immer wieder mal 2 rabenschwarze grosse punkte,

Die punktierten stammen lt. meinen Unterlagen aus der Gegend Sierra Leone.
Was vermuten läßt, dass Du zwei Tiere hast die aus unterschiedlichen Gegenden stammen.

LG
Fritz
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nicolleen
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« Antwort #6 am: 28. August 2006, 23:18:50 »

hm.... na dann mal danke fuer die hilfe, ich werd berichten.

@ atlantik
schon klar, aber sie sehen sich doch extrem aehnlich und das laichverhalten ist auch gleich, und im mergus stehn sie auf derselben seite *g* ok letzteres sagt natuerlich nichts aus...

lg
niki
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