AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum 30. August 2008, 14:28:05 *
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Autor Thema: antialgen - schneckenprojekt  (Gelesen 1495 mal)
Tom_
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« am: 28. August 2006, 12:54:39 »

hallo zusammen,

wie die meisten habe ich leider die ursprünglich eingeschleppten schnecken in meinem aq radikal ausgerottet durch mehrmonatiges und ständiges händisches "aussortieren". Eine tat die ich jetzt wirklich bereue, wo ich mir mal den speißeplan von schnecken angeschaut habe.

jetzt will ich mir wieder schnecken ansiedeln, mit dem ziel, dass sie die algen an blättern, wurzeln und boden fressen.

erster versuch seit freitag 10-15 spitzschlammschnecken aus einem teich herausgefischt.

über die ersten tage scheinen die schnecken noch aklimatisierungsprobleme zu haben, 3 sind leider inerhalb 24 stunden gestorben. mindestens eine wurde wurde von den panzerwelsen gekillt und zwar radikal sie wurde als ganzer aus dem haus gezerrt und ich habe auf den ersten blick gar nicht erkannt was es ist. Gefressen haben sie sie komischerweise nicht.

alle lebenden die ich sehe treiben an der oberfläche bei den schwimmpflanzen bzw sind auf der scheibe knapp unter oder ober der wasseroberfläche.

die schnecken die zwischen den schwimmpflanzen sind, habe auch kein leichtes leben, da die mosaikfadenfische damit spielen ( anknabbern ?)

wie es scheint habe ich das schneckenhalten unterschätzt. habe aber auch keine literatur im netz gefunden die die haltung näher beschreibt. Die einen klagen über zu viel, die anderen loben sie in den himmel und schreiben unter haltungsbedinungen maximal "sehr anpassungsfähig"

nun ja ich warte einmal ab und dann versuche ich mich an einer anderen art.

lg
Tom
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nicolleen
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« Antwort #1 am: 28. August 2006, 18:16:14 »

Hi Tom,

als "Exporteur" deiner Schnecken danke ich dir mal fuer den Bericht soweit.

Wie gesagt, ich bin nicht sicher, wie gut es Teichschnecken in einem "kleinen", beheizten Aquarium geht, wobei die Temperatur sollten sie schon eine Weile aushalten, gibts ja im Sommer im Teich auch. Ich denke, dass die einfach anderes Wasser gewoehnt sind, weiches, recht unbelastetes, CO2 reiches, mit niedrigem pH. Schau mal wie es mit ihnen weitergeht, tote natuerlich sofort rausnehmen. Ansonsten wuerde ich dir normale Posthornschnecken empfehlen, die explodieren nicht so bzw. sind einfach abzusammeln, und die halten sich gut im Aquarium. Blaualgen fressen die jedenfalls nicht.

lg
niki
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Reinhard
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« Antwort #2 am: 28. August 2006, 20:46:53 »

Hallo Tom!

Warum keine Apfelschnecken?
Sehen gut aus, sind widerstandsfähig und leicht zu kontrollieren da sie den Laich über der Wasseroberfläche ablegen.

Gegen die üblichen Pinselalgen hat sich bei mir eine Kombination mit Blasenschmecken und Guppygarnelen bewährt.

@Niki
Dass  Posthornschnecken nicht "explodieren" und leicht zu entfernen sind kann ich nicht bestätigen. Im harten Wasser bei starker Fütterung ist das vermehrungspotential dieser Viecher gigantisch. Und aus dem Becken bekommt man sie nie wieder.
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nicolleen
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« Antwort #3 am: 28. August 2006, 21:20:46 »

hallo reinhard!

das ueberrascht mich, weil ich mich nach langen kaempfen gegen alle anderen und fuer posthornschnecken im aquarium entschieden habe. der laich wird in kompakten, sichtbaren gallertpaketen an die scheibe gepickt, wo man sie leicht entfernen kann. die schnecken selber vermehren sich kontrollierbar und durch ihre groesse sind sie sehr einfach abzusammeln, wie ich finde. explodieren kenne ich bei mir nur von quellblasenschnecken, turmdeckelschnecken und den elendigen tellerschnecken. allerdings belaufen sich meine hartwassererfahrungen gerade mal auf hyalella-zuchten und dem brackwasseraquarium. ich hab jedenfalls keinen unterschied in der schnecken population gefunden. aber lustigerweise gehen ja gerade bei den schneckenarten die meinungen so stark auseinander, dass ich denke, es liegt an was anderem als am wasser. manche tun sich ja auch freiwillig turmdeckels ins Aquarium *g*

lg
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« Antwort #4 am: 28. August 2006, 21:47:36 »

Hallo Niki!

das ueberrascht mich, weil ich mich nach langen kaempfen gegen alle anderen und fuer posthornschnecken im aquarium entschieden habe. der laich wird in kompakten, sichtbaren gallertpaketen an die scheibe gepickt, wo man sie leicht entfernen kann. die schnecken selber vermehren sich kontrollierbar und durch ihre groesse sind sie sehr einfach abzusammeln, wie ich finde. explodieren kenne ich bei mir nur von quellblasenschnecken, turmdeckelschnecken und den elendigen tellerschnecken.
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lg
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Sind Tellerschnecken und Posthorn nicht das gleiche?
Dachte immer die kleinen runden die mir im Aqua sooo viel Freude  Ärgerlich machen sind ein Zwergform der Posthornschnecken.
Der Laich dieser Schnecken ist fast immer an der Unterseite von Blättern, also kaum zu finden.

Da finde ich viel öfter den Laich der Blasenschnecken. Da diese sich nicht im Boden verkriechen kann man sie aber leicht absammeln oder zerdrücken.

Turmdeckel, buuhhhhh&$&§%"$$
Die hat mir Bettina eingebrockt. Habe ein Becken im Keller da sind mehr Schnecken als Bodengrund drinnen. Und schön langsam tauchen diese Mistviecher auch in den anderen Becken auf. Ich glaube die können Fliegen, genau wie die Guppygarnelen. Die haben inzwischen auch fast alle Becken erobert.

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nicolleen
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« Antwort #5 am: 28. August 2006, 21:54:33 »

hi reinhard!

hab ueber deine freude ueber turmdeckelschnecken lachen muessen.

also die tellerschnecken sind tatsaechlich andere. sie sind nicht nur kleiner und heller, sondern (das hat mir mal die karo erklaert, die frueher auch hier einiges geschrieben hat, und die sich mit schnecken und so zeugs wirklich gut auskennt) sie haben das haus seitwaerts. das kann man sich mit blossem auge gut anschauen, die posthorns. wandern und haben dabei das haus aufrecht stehen, waehrend die tellerschnecken wirklich einen flachen recht waagrechten (zur wanderrichtung) teller mit sich rumzerren.

wie genau der verwandtschaftsgrad aussieht - ? keine ahnung und ganz ehrlich auch wenig interesse.

lg
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Tom_
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« Antwort #6 am: 29. August 2006, 09:37:35 »

hallo,

ich hab mich für spitzschlammschnecken entschieden, weil die echt alles fressen von der blau-, grün-, braunalge bis zu toten fischen. Wenn es mir gelingt die in ausreichendem maß stabil anzusiedeln sollte sich einpendeln. Da die population stark vom nahrungsangeboht abhängt.
Inzwischen habe ich schon verinzelt fressspuren an der scheibe entdeckz also prinzipiel machen sie ihren job.

turmdeckelschnecken werde ich mir warscheinlich auch noch zulegen. aber frühestens in einem halben oder einem jahr, da ich erst einmal beobachten muss wie sich die spitzschlammschnecken auswirken ( so sie überleben ).

im moment spielt es sich in meinem AQ sowieso unheilig ab *g* da ich die beleuchtung vor ca. 1-2 monaten verändert ( verstärkt) habe. Die grünalgen scheinen die braunalgen jetzt gottseidank wieder zu verdrängen, die blaualge stagniert.

@niki ja die toten räum ich immer weg sobald ich mir sicher bin. die wasserwerte können bei mir aber nicht so stark schwanken da ich ja einen ständigen zufluss habe und somit ununterbrochen frisches wasser reintropft.


lg
Tom

schnecken link: http://www.aquaterralev.de/fachbeitraege/schnecken.htm
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nicolleen
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« Antwort #7 am: 29. August 2006, 10:04:27 »

hi!

ah das mit dem staendigen wasseraustausch hatte ich bisher ueberlesen!
wieviel wird denn da taeglich etwa ausgetauscht?
blaualgen kommen zwar in vielen verschiedenen arten und gattungen im aquarium vor, sind aber jeweils recht spezialisierte lebewesen und gar nicht sonderlich robust. auf milieuwechsel reagieren sie meistens recht ungehalten. in deinem fall wuerde ich doch das umgekehrte versuchen - mal den wasseraustausch eine oder zwei wochen abzuschalten. (wie das die teichschnecken dann vertragen, weiss ich auch nicht)

lg
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« Antwort #8 am: 29. August 2006, 20:10:37 »

Hi!

Wieder was gelernt.
Danke!
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« Antwort #9 am: 30. August 2006, 07:58:58 »

ah das mit dem staendigen wasseraustausch hatte ich bisher ueberlesen!
wieviel wird denn da taeglich etwa ausgetauscht?
blaualgen kommen zwar in vielen verschiedenen arten und gattungen im aquarium vor, sind aber jeweils recht spezialisierte lebewesen und gar nicht sonderlich robust. auf milieuwechsel reagieren sie meistens recht ungehalten. in deinem fall wuerde ich doch das umgekehrte versuchen - mal den wasseraustausch eine oder zwei wochen abzuschalten. (wie das die teichschnecken dann vertragen, weiss ich auch nicht)

also es werden pro woche 70-100% ausgetauscht ( abhängig vom leitunsdruck der schwankt ein wenig wie überall *g* ) bei 360l sind das zwischen 36 u. 50l am tag *tropf tropf*g*

naja den wasseraustausch ausschalten *puh* dann müsste ich beginnen die wasserwerte im auge zu behalten. Da wird sich mein zoohändler freuen wenn ich beginne den ganzen kram zu kaufen *lol*
ich werd mal mit den gedanken spielen, mal schauen vielleicht mach ich's, jetzt schau ich mir die entwicklung aber noch ein paar wochen an. weil es ändert sich im moment sichtlich etwas. Ich merke es auch an den schwimmpflanzen die verändern sich auch. Das problem bei den schwimmpflanzen ist, das die wurzeln veralgen und sie es dadurch echt schwer haben. Das scheint sich gerade zu bessern. könnte aber alles auch mit den eher kalten wetter die letzten 5 wochen zusammenhängen.

lg
Tom

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