AUSTRIAN AQUANET
   Aquaristik, Terraristik und Vivaristik in Österreich
Login
Nick: Pass:  

 Home > Forum
AUSTRIAN AQUANET Forum 01. Dezember 2008, 18:33:51 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:
Schon Mitglied im Verein
www.austria-aqua.net/Verein_Anmeldung.html ?
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1] 2   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Zeolith als/im Bodengrund  (Gelesen 1688 mal)
weberfritz
Newbie
*
Offline Offline

Beiträge: 14



« am: 25. März 2006, 13:37:50 »

Hallo zusammen!
Als Bodengrund für mein neues Becken hatte ich ursprünglich das Dennerlesystem vorgesehen. Da ich aber bei meinem seit einem Jahr laufenden 112ltr. Becken Zeolith als erste Filterschicht einsetze und dies auch beim neuen tun will (nach den Empfehlungen von Namensvetter Fritz Zwinkernd) und immer wieder empfohlen wird, gebrauchtes Z. als Garten oder Blumendünger weiter zu verwenden kam mir die Idee ("gesättigtes") Z. dem Bodengrund in einem bestimmten Mischungsverhältnis zuzugeben.
Da jedoch andererseits wieder gesagt wird, das Z. nach Sättigung nichts an das AW. zurückgibt, wäre die Empfehlung zur Verwendung als Blumendünger sinnlos, außer die Pflanzenwurzeln selbst können sich da was zurückholen.
Nächtliche Googeexzesse ergaben in dieser Hinsicht nur diese beiden wiedersprüchlichen Aussagen, aber nichts sonst verwertbares.
Hat schon jemand ähnliches versucht oder Erfahrungen damit? Schaden könnte wohl keiner durch einen Versuch entstehen?

Danke im Voraus

Fritz



Gespeichert

Fritz
Krypton
Vereinsmitglied
Hero Member
***
Offline Offline

Beiträge: 1149



« Antwort #1 am: 26. März 2006, 01:17:15 »

Hallo Fritz *g*

Zitat
Da jedoch andererseits wieder gesagt wird, das Z. nach Sättigung nichts an das AW. zurückgibt, wäre die Empfehlung zur Verwendung als Blumendünger sinnlos, außer die Pflanzenwurzeln selbst können sich da was zurückholen.

Du bentwortest Dir damit allerdings die Frage selbst.
Ich weiß aus berufener professioneller Quelle, dass verbrauchtes Z. ein hervorragender Bodendünger ist. Somit müssen wohl Pflanzenwurzeln in der Lage sein darin enthaltene Stoffe aufnehmen zu können. Ins AQ Wasser löst sich jeden falls nichts zurück.

Ohne es noch probiert zu haben wüde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen. Es sollte sich ME mit der Einbringung von Z. in den Bodengrund ein unaufhörbarer Kreislauf zwischen Pflanzendünger und Z. einstellen. Das ist aber ohne Versuche dazu noch reine Spekulation meinerseits.

LG
Fritz
Gespeichert

Ich möchte nur die Hälfte von dem wissen, was ich alles nicht weiß.
weberfritz
Newbie
*
Offline Offline

Beiträge: 14



« Antwort #2 am: 26. März 2006, 13:06:34 »

Danke für Deine Antwort Fritz!

An welche Z.menge /100ltr. Wasser hättest Du gedacht? Bzw. wie würde dein Bodenaufbau aussehen.

In Anlehnung an das Dennerle System: 2cm Zeolith/Zwischenschicht aus 1-2mm Quarzkies zur Durchflußregelung um anerobes Milieu zu erreichen und einen eher gröberen abgerundeten Abdeckschicht.

oder

Anstelle reinen Zeoliths 2cm Deponitmix - Zeolithmischung oder bei düngerfreiem Bodenaufbau Aquaclay - Zeolith Mischung?

oder

einfach eine entsprechend dicke Quarzkies - Zeolithmischung als Bodengrund

oder ? Huch ?

LG Fritz
Gespeichert

Fritz
Tom_
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 134


« Antwort #3 am: 26. März 2006, 14:59:53 »

also mein bodengrund ist aus ton und ich habe die zeolithe einfach gleichmäsig darin verteil und teilweis als deko darauf verteilt. da ich aber unter den tonkügelchen eine düngerschicht habe ist es jetzt sachwer zu sagen was den größeren effekt hat *g*

schaden tuts auf einen fall denn sogar wenn sie gesättigt sind haben sie nochimmer eine riesen oberfläche für div. bakterien udg.

lg
Tom
Gespeichert
weberfritz
Newbie
*
Offline Offline

Beiträge: 14



« Antwort #4 am: 26. März 2006, 18:52:21 »

Hallo Tom!

Danke für deine Antwort (über die ich doppelt froh bin Grinsend)
Du hast das Zeolith also schon im Boden, könntest Du sagen wie lange und wieviel pro Wasserinhalt. Und ob Du mit dem Pflanzenwuchs oder ev. Wasserwerten zufrieden bist (Ist mir klar das eine Zuordnung der Wirkungen zum Z. nicht wirklich machbar ist. Grinsend)
Der 2te Grund warum ich froh bin ist der, das ich mir schon eine Zeit lang überlegt habe welchen zusätzlichen Bodengrund ich nehmen sollte. Ich habe gerauchtes also gesättigtes Zeolith aus dem Außenfilter des 112ltr. Beckens gesammelt (ca. 1kg).
Wenn ich also auf gesättigtes Z. ( ca. 20kg für Bodenschicht) warte, kann ich die Einrichtung 10-15 Jahre aufschieben  Schockiert.
Für ungesättigtes Z. fand ich aber Höchstmengen pro 100ltr. Wasser die verteilt in 70kg errechneten Bodengrund nur mehr hie und da ein Körnchen Z. ergeben und da nicht über das Wasser sondern über direkten Wurzelkontakt aufgenommen wird nur einzelne "Krümel"  Zwinkernd zur Verfügung stehen. Also muß ich die "Z-Düngeschicht" irgend wie vernünftig verdünnen.
Dabei stieß ich im Netz auf Aquaclay (Tonkügelchen ähnlich Seramis). Nach "gegoogle" kam ich auf Vor - und Nachteile welche ich nur theoretisch nachvollziehen kann:

Vorteile: geringes Gewicht, große Besiedelungsfläche, schöne Farbe, lockere Packdichte

Nachteile: schwimmt leicht auf und verwirbelt leicht, zu rauh für Bodenfische, härtet Wasser auf, zu locker und daher zu gut durchströmt (kein anerober Bereich), kein guter Halt für Pflanzen

Da Du nun schreibst Du hast solches oder ähnliches Tongranulat im Einsatz könntest Du aus der Praxsis sagen ob Du mit dem Tongranulat zufrieden bist oder nicht.

Nochmals vielen Dank u. LG

Fritz
Gespeichert

Fritz
Krypton
Vereinsmitglied
Hero Member
***
Offline Offline

Beiträge: 1149



« Antwort #5 am: 26. März 2006, 22:11:09 »

Hallo Namensvetter

Ich denke ich würde ca. 5cm Z. mit gewaschenen Quarzsand, so wie er für Schwimmbadfilter verwendet wird durchmischen und mit einer weiteren oberen Schicht reinem Qu. S. abdecken.
Da es sich ja so gut wie zwangsweise dabei um eine Neueinrichtung handeln muß, ist es ME ziemlich unerheblich ob das Z. dabei bereits verbraucht, also gesättigt ist oder nicht. Bestenfalls findet der übliche No2 Peak dadurch niedriger oder gar nicht statt. Das Z. wird sich sicher dabei ab einen gewissen Zeitpunkt so sättigen, dass es als Pflanzendünger verwendet werden kann, bzw. den Zweck erfüllt.
Eine Obergrenze der Menge, gibt es ME kaum. Je mehr unvervrauchtes Z. Du dem Bodengrund zufügst, desto länger können die WW Intervalle ausgedehnt werden. Später ist das vom Pflanzenbestand bzw. wie weit die Pflanzen imstande sind das Z. auf natürliche Weise zu regenerieren, abhängig, denke ich mal.

LG
Fritz
Gespeichert

Ich möchte nur die Hälfte von dem wissen, was ich alles nicht weiß.
Tom_
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 134


« Antwort #6 am: 27. März 2006, 07:58:20 »

Du hast das Zeolith also schon im Boden, könntest Du sagen wie lange und wieviel pro Wasserinhalt. Und ob Du mit dem Pflanzenwuchs oder ev. Wasserwerten zufrieden bist

das becken hat ca. 360l und ich habe ca. 1-1,5l im becken. Das ist mehr als das doppelte von dem was auf der packung steht, allerdings beziehen sich die angaben auf der packung nur auf die fläche für bakterien udg. sprich die nutzung als filtermaterial.
meine wasserwerte, muss ich gestehen messe ich nie, da mein becken einem ständigen wasserwechsel hat sprich es tropft ununterbrochen wasser rein und fliest wieder ab was einem 100% wasserwechsel pro woche entspricht +/- 5% .
Zitat
Da Du nun schreibst Du hast solches oder ähnliches Tongranulat im Einsatz könntest Du aus der Praxsis sagen ob Du mit dem Tongranulat zufrieden bist oder nicht.

vor dem verteilen im AQ muss man das granulat einmal gründlich waschen, da unmengen an feinem tonstaub dazwischen ist. Das ist etwas mühevoll und geht am einfachsten in einem kübel und nur kleine mengen. Dabei merkt man dann schon das 99,98% brav absinkt und der rest vorerst einmal schwimmt. Ich hab bei der gelegenheit auch die wirklich großen tonkugeln entfernt. Der schwimmende anteil sinkt auch irgendwann zu boden, kann aber mitunter laaange dauern.

ein kleiner nachteil von den tongranulat ist es, dass es teilweise schwer ist pflanzen ein zu setzen, da sie durch das geringe gewicht kaum gehalten werden. Somit ist es mir am anfang oft passiert, das sie wieder nach oben treiben.
Vorteil ist das die welse darin wühlen können und meine lda25 sind begeistert weil sie sich verstecken können, das geht manchmal blitzschnell und man sieht nur nach die augen *g*

kleine pflanzen oder solche die nicht dicht verwurzeln haben einen schweren start bzw keine chance wenn da noch welse mit im spiel sind. früher oder später sind die ausgegraben.

im großen und ganzen bin ich damit zufrieden vor allem weil er einfach schön ist :-)

lg
Tom
Gespeichert
weberfritz
Newbie
*
Offline Offline

Beiträge: 14



« Antwort #7 am: 05. April 2006, 23:55:03 »

Hallo Vetter Fritz Zwinkernd, hallo Tom!

Danke erstmal für Eure Ratschläge.
Hat mit der Antwort ein wenig gedauert, da ich nächste Woche mit meinen Bandscheiben unters Messer muß, bin ich dzt. nicht "tragfähig und auch nicht mobil" sodaß die Einrichtung des AQ noch warten muß. Nach einer groben Rechnng brauche ich ca. 50 ltr. also ca. 75 kg Bodengrund. Bei einer ca. 5 cm hohen reinen "Zeolithbodenlage" brauche ich also ca. 30 ltr. (ca. 50 kg) Z., bei Mischung mit anderem Material ca. 20 - 25kg Z. Weniger wäre meinem Gefühl nach nicht besonders sinnvoll (da zuwenig Wurzelkontakt) aber zuviel ist vielleicht auch nicht so gut (Überdüngung der Pflanzen und zuviel Nährstoffentzug aus dem Wasser?).
Bin momentan auf der Suche nach einem Teichbauer oder Gartengestalter bei welchem Z. in größerer Menge zu einem halbwegs günstigen Preis zu haben ist, da bei "unseren Aquarienwucherern" das Z. in Kilopackungen kaum bezahlbar ist.
(Australisches Naturzeolith - ich hoffe dies ist die richtige Sorte). Als Deckschicht möchte ich feinkörnigen Kies aber keinen Sand verwenden, wegen der Bodendurchströmung. Ebenso traue ich mich nicht den "Zeolithkies" mit Sand zu mischen (siehe Olaf Deters). Vom Aussehen und der guten Durchströmung hätte ich am liebsten Aquaclay Tongranulat als zweite Mischkomopnente. Da aber die Pflanzen in diesem Material keinen so guten Halt finden und auch eine komplette Durchmischung mit dem dann grünen Zeolith nicht wirklich zu verhindern ist, überlege ich mir noch die Verwendung eines farblich besser harmonierenden weis grau schwarz gemischten Kieses.
Bin schon auf das Einfahren und den Nitritpeak gespannt, bzw. ob es einen gibt. Werde mir einen Nirtit-Tröpfchentest und vielleicht noch ein paar andere (Amonium?) besorgen und täglich kontrollieren. Vielleicht hat da noch jemand Vorschläge?

Also bis demnächst nach der OP!

Grüße Fritz

Gespeichert

Fritz
Krypton
Vereinsmitglied
Hero Member
***
Offline Offline

Beiträge: 1149



« Antwort #8 am: 06. April 2006, 03:16:08 »

Hallo Fritz

Alles Gute für die OP vorerst.
Zeolith kannst Du eventuell von mir haben. Sowohl bläuliches, als auch cremefarbenes. Preis: wirklich unwesentlich.

Zitat
Ebenso traue ich mich nicht den "Zeolithkies" mit Sand zu mischen (siehe Olaf Deters)

Wie ich das allerdings zu bewerten habe, würd mich schon interessieren.

LG
Fritz
Gespeichert

Ich möchte nur die Hälfte von dem wissen, was ich alles nicht weiß.
weberfritz
Newbie
*
Offline Offline

Beiträge: 14



« Antwort #9 am: 06. April 2006, 20:43:50 »

Hallo Fritz!
Danke für Dein Angebot betreffend Zeolith. Würde dies gerne in Anspruch nehmen, da die Kleingebinde im Aquaristikhandel nicht bezahlbar sind und der Bodengrund teurer als die Neuanschaffung des Beckens wäre.

Bezüglich der Aussage betreffend Mischung Sand und Kies (Zeolith) möchte ich folgendes ergänzen (vielleicht liege ich auch falsch):

Auf verschiedenen Aquaristikseiten im Netz wird davon abgeraten Sand und Kies zu mischen. Nach Googelei fand ich auf Olaf Deters Seite folgende Kernaussagen (dh. wenn ich sie richtig verstanden habe)

Kiesböden sind gegenüber Sandböden biologisch aktiv oder zumindest aktiver im AQ, wegen der besseren Durchströmung aufgrund ihrer größeren Poren bei entsprechender Ein- bzw. Gleichkörnigkeit. Was ich für einen Vorteil bei Verwendung von Z. halte, da sich dies durch seine Struktur nicht nur zum Ionentausch sondern auch zur Bakterienbesiedelung sehr gut eignet und daher zusätzliche Filterwirkung und gute Mulmaufbereitung erhoffen läßt. Bei Verfüllung dieser durch das gröbere Material entstehenden zwar größeren aber wenigeren Hohlräume mit Sand und damit Verfüllung dieser Poren sinkt der Hohlraumanteil unter den, beider Materialien und damit die Durchströmung unter die von Sand. Es steigt die Wahrscheinlichkeit der Verfestigung des Bodengrundes und der Fäulnisbildung bei sehr reduzierter Durchströmung. Darum habe ich mir überlegt es lieber mehr einkörnig zu versuchen.
Oder anders herum:
Bei Sand müßte man eher wenig Z. beimischen um den Durchflutungszustand Sandboden mit Düngekörnern zu erreichen.
Bei Kies wegen ähnlicher Korngröße kann ein eher beliebiges Mischungsverhältnis (auch hohes) gewählt werden. Wovon ich mir außer der Blumendüngung einen guten Einfluß auf die biolog. Stabilität des Beckens und der Mulmverarbeitung in den Hohlräumen unf Poren des Bodengrundes erwarte?

Grüße Fritz





 
Gespeichert

Fritz
Seiten: [1] 2   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.4 | SMF © 2006-2007, Simple Machines LLC




Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.

Nutzungsbedingungen

Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2008 by AUSTRIAN AQUANET


Ranking-Hits

Bewerten Sie meine Seite bei AquaLink!

Impressum | Werben



AUSTRIAN AQUANET

Seitenerstellung in -1.0676 Sekunden, mit 29 Datenbank-Abfragen