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AUSTRIAN AQUANET Forum 01. Dezember 2008, 17:52:31 *
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Autor Thema: CO2 Flaschen Überdruckventil  (Gelesen 1319 mal)
weberfritz
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Beiträge: 14



« Antwort #20 am: 26. März 2006, 17:34:38 »

Hallo zusammen!

Die Vorgänge um die "Sicherheitsentleerung" des CO² Druckbehhälters von Kekule sind leicht zu erklären.

Solche Behälter werden mit "verflüssigten" (unter Druck stehendem) Gas gefüllt und zwar zu 85%. Der Rest des Flaschenvolumens füllt sich über den Dampfdruck mit (verdampftem) gasförmigen CO² (wie nicoleen richtig ausführt temperaturabhängig bei Raumtemperatur ca. 70 bar dann = Druckgleichgewicht zwischen Gasblase und Dampfdruck = auch der Druck der um flüssig füllen zu können auf den Kopf gestellten Vorratsflasche). Trennt man die gefüllte Flasche nun ab und bringt sie in einen anderen Temperaturbereich und der Inhalt erwärmt sich, so steigt der Dampfdruck und aus der Flüssigkeit und der Druck in der Gasblase steigt bis Gleichgewicht. Gleichzeitig dehnt sich die Flüssigkeit aus (welche bekannter Weise nicht komprimierbar ist) und verkleinert das Volumen der komprimierbaren Gasblase dadurch steigt der Druck in der Blase über den Dampfdruck. (Boyle-Mariott`sches Gesetz oder ideale Gasgleichnung, Druck, Volumen und Temp. stehen in einem gew. Verhältnis).
Ist dabei die Verkleinerung des Volumens im Verhältnis des verbleibenden gering, ist auch der Druckanstieg in der Flasche gering.
Wurde die Flasche aber massiv überfüllt (und es steht nicht viel an Gasblasenvolumen zur Verfügung) ist die Volumensänderung im Verhältnis zum vorhandenen Volumen groß ist auch der Druckanstieg groß.
In diesem Falle offensichtlich so groß, dass die vorgesehene Sollbruchstelle (zur Verhinderung eines weiteren Druckanstieges und eventuell wegfliegender Teile der Flasche beim Zerbersten = Sicherheitseinrichtung) angesprochen hat.
Bei dem geschilderten Druckanstieg ohne offensichtliche masive Temperatureinwirkung von Außen ist das auch die einzig mögliche Erklärung.
Bezüglich des Wegfliegens ist das nicht so schlimm wie immer behauptet wird, da der Druck und das Volumen der Gasblase das Maß für die gespeicherte Energie einer solchen Flasche darstellt. Der TÜV macht sich dies bei der Überprüfung solcher aber auch viel größerer Behälter zu Nutze indem er durch Befüllung der Behälter mit Wasser das Volumen auf ein Minimum verkleinert und bei "nichtbestandener" Druckprobe lediglich mit "wenig Energie" rechnen muß.

Auf alle Fälle ist eine fachmännische Reparatur oder Armaturentausch sowie eine Tüv-Prüfung anzuraten, welche wohl bei einem Händler für tech. Gase oder "Wassermaxnachfüller" gemacht werden könnte.

LG Fritz
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Fritz
kekule
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« Antwort #21 am: 26. März 2006, 18:01:06 »

Hallo Fritz

Danke für deine Ausführung.

Ich habe eh vor die Flasche reparieren zu lassen.

Und ich kann mir gut vorstellen das da zu viel drinnen war.

Werde IN Zukunft sicher besser aufpassen.

mfg

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