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Autor Thema: Oodinium-Problem  (Gelesen 1428 mal)
znarf
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« am: 17. Dezember 2005, 15:47:00 »

Hallo!

Hat jemand Erfahrung mit Oodinium?
Behandlung mit sera omnipur habe ich vor 3 Tagen begonnen.
Wirkung nicht bemerkbar.
5 Fische bereits tot.

[Editiert am 17/12/2005 von znarf]
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« Antwort #1 am: 17. Dezember 2005, 15:53:14 »

Hallo znarf,

Unter Oodinium versteht man eine parasitäre Fischkrankheit, die im Meerwasser und immer häufiger auch im Süßwasser auftritt. Die verschiedenen Oodinium-Arten erzeugen am befallenen Gewebe eine hochgradige Entzündung, die mit einer starken Verschleimung einhergeht. Dadurch werden die lebenswichtigen Austauschvorgänge von Haut und Kiemen massiv beeinträchtigt und es kommt an den befallenen Stellen häufig zu einer sekundären bakteriellen Besiedlung. Einen fortgeschrittenen Oodiniumbefall erkennt man an der Hauttrübung, die mit kleinsten weißen Pünktchen durchsetzt ist (Samtkrankheit).

Wie groß ist dein Becken?
Welcher Besatz?
Wasserwerte?
Was hast du für einen Filter?

lg Stephan
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« Antwort #2 am: 17. Dezember 2005, 16:07:27 »

Hallo,

Stephan im großen und ganzen hast du recht, jedoch legt diese Äußerung:

 
Zitat
eine parasitäre Fischkrankheit, die im Meerwasser und immer häufiger auch im Süßwasser auftritt.


Nahe,
das es sich um Meerwasserodinium im Süsswasser handelt, nur um Mißverständnisse zu vermeiden es sind zwei verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Entwicklungszeiten bzw. Verlaufszeiten der Krankheit

Behandelt wird Odinium mit Kupfersulfat, Kochsalz, bei Emfindlichen Arten wäre noch Metronidazol (doppelte Dosis) möglich, hier gelten aber wieder die Hinweise  das es Fische gibt die auf Kupfer  empfindlich reagieren, insbesondere Salmler / Tetras.
Gleichzeitig kann auch Nifurpirinol verabreicht werden um die meist vorhandenen bakteriellen Sekundärinfektionen im Zaum zu halten

Die Fragen stehen natürlich noch Offen, die Stephan genannt hat

 
Zitat
Wie groß ist dein Becken?
Welcher Besatz?
Wasserwerte?
Was hast du für einen Filter?


LG Alex


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« Antwort #3 am: 17. Dezember 2005, 16:18:54 »

hy Alex,

 
Zitat
Nahe, das es sich um Meerwasserodinium im Süsswasser handelt, nur um Mißverständnisse zu vermeiden es sind zwei verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Entwicklungszeiten bzw. Verlaufszeiten der Krankheit

ja, da hast du recht.
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« Antwort #4 am: 17. Dezember 2005, 16:21:08 »

Hallo,...

Kannst du auch das verhalten deiner Fische beschreiben.
Oder kannst du auch ein Foto machen?
Bist du dir sicher mit der Diagnose?


Oliver
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nicolleen
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« Antwort #5 am: 17. Dezember 2005, 20:03:26 »

Hi,

so kann Oodinium aussehen (zum Groessenvergleich, T. ca 3cm, B. ca. 1.8cm):

   
(Zum Vergroessern anklicken)

Ich hatte das im September. Angeblich hilft Salz, ich habs jedenfalls nach bisschen rumprobieren erst mit Kupfer weggebracht, dann dafuer ueber Nacht. Eingesetzt hab ich die von Roland Bauer (Erkrankungen der Aquarienfische, Paul Parey Verlag) angegebene Dosis von 1.5mg/L kupfersulfat (x6H20). Allerdings haben das nicht alles von den Boraras ueberlebt, also wuerde ich bei heiklen Fischen eine bisschen niedrigere Konzentration empfehlen, z.b. die Haelfte.

nochmal edit:
Kupferbehandlung muss unbedingt in einem separaten Behaelter durchgefuehrt werden, nie im Aquarium selber! Die Parasiten sterben nach einigen Tagen ohne Wirt ab.

lg
niki

[Editiert am 17/12/2005 von nicolleen]
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« Antwort #6 am: 17. Dezember 2005, 21:33:51 »

Die Behandlung sollte ca 7 Tage dauern, in Warmwasserbecken, Temperatur auf 28 Grad beschleunigt die Entwicklung, die Inkubationszeiten sind in etwa gleich mit Ichty im Süsswasser, die freischwimmenden Sporen sind ohne Wirt nur 48 Stunden lebensfähig, allerdings müssen sie erst vom Fisch abfallen und sich in einer Zyste entwickeln das kann je nach Temp. recht lange dauern, wenn du wie Niki vorgeschlagen hat extra behandelst kannst du das Fischleere Aquarium 14 -21 Tage einfach stehen lassen, dann sind auch die letzten Sporen hin ohne das man was reinkippen muss,
die Fische lässt solange im Behandlungsbecken (nach 7 Tagen aber das Medi dann entfernen Zwinkernd  ), Der Vorteil ist du kannst bei Kupfersulfat auch Nifurpirinol einsetzen ohne das es zu Wechselwirkungen kommt und die Bakteriellen Sekundärinfektionen gleich mit behandeln, was ich empfehlen würde, da die Sek-Infektion immer auftreten werden. (nifurpirinolhaltige Medikamente gibts von Sera; Baktopur und oder Baktopur direkt)

Wie du bereits festgestellt hast, ist sofern es sich um Oodinium handelt, dieser Erreger sehr agressiv, einen ganzen Zacken schärfer als Ichtyo, also Aufpassen :note:

LG Alex

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znarf
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« Antwort #7 am: 17. Dezember 2005, 22:02:05 »

Hi an Alle!

Aquarium 450 Liter
Filter Eheim 2026
Besatz vor den Verlusten:
12 Scalare
12 Ancistrus
3 Kaiserbuntbarsche
3 Stahlblaue Maulbrüter
2 Blaue Fadenfische
8 Marmorpanzerwelse
3 Prachtschmerlen
1 Bartwels

Wasserwerte kenn ich nicht, hatte bisher nie Probleme und das AQ läuft schon 6 Jahre.

Ergänzend kann ich noch anmerken, daß ich am Montag noch mit sera costapur gegen Weißpünktchenkrankheit behandelt habe, die seit Mittwoch auch weg sind.

Die Symptome sind kleine weiße Pünktchen, Schleimhautablösungen, schleimiger Belag auf den Augen, Fische hängen an der Wasseroberfläche bzw in der Nähe des Ausströmers, nach meiner Meinung kanndas nur Oodinium sein.

Eine Behandlung außerhalb des Beckens ist mir leider nicht möglich, ich hab zwar noch 4 kleinere Becken, die sind aber bepflanzt und voll besetzt.
Gruß Franz

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« Antwort #8 am: 17. Dezember 2005, 23:13:14 »

Dann kommt nur noch Metronidazol in Frage, zu beziehen über den Tierarzt, Behandlungsdauer mind. 7 Tage, ist ebenfalls mit Nifurpirinol
kombinierbar die Dosis liegt bei 1g bis max 1,5g/je 100 L (das ist bereits die Doppelte übliche Dosis nach drei Tagen rausfiltern ein Tag Pause und nochmal medikamentieren

LG Alex

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znarf
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« Antwort #9 am: 18. Dezember 2005, 10:24:39 »

Die Fische schauen teilweise furchtbar aus. Bisher 12 Verluste.
Wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben: Aquarium kaufen und Kupfersulfat-Behandlung.
Auf alle Fälle Danke an Alle für die Hilfe.
Anmerkung:
Purpurprachtbarsche und Marmorpanzerwelse sind bisher von der Krankheit nicht befallen worden.
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