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AUSTRIAN AQUANET Forum 23. November 2008, 12:10:25 *
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Autor Thema: Zeolith  (Gelesen 2664 mal)
kekule
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« am: 06. Dezember 2005, 20:55:37 »

Hallo Fritz

Du ich hab in einem deiner berichte gelesen, das der Zeolithfilter vor einem Hamburger Mattenfilter geschehen muss, da der zeolith nur das Amonium und nicht das Nitrat bindet.

Ich kann diesem Ansatz nicht ganz folgen und würde gerne einige erklärende Worte von dir lesen.

Da ich im Augenblick einen Hamburger Mattenfilter mit anschliesendem Eheim Aussenfilter betreibe.
Dort möchte ich dann aber in Zukunft Zeolith reintun und das hoffentlich nicht umsonst.

mfg
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Krypton
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« Antwort #1 am: 06. Dezember 2005, 22:15:05 »

Hallo zusammen

@Markus
 
Zitat
Da ich im Augenblick einen Hamburger Mattenfilter mit anschliesendem Eheim Aussenfilter betreibe.
Dort möchte ich dann aber in Zukunft Zeolith reintun und das hoffentlich nicht umsonst.
 


Tja, wenn ich den Satz richtig interprediere wäre Z bzgl. No2 oder No3 so gut wie umsonst, würdest Du das so tun!

Gerne nochmals:
Zeolith (z) entfernt viele Wasserinhaltsstoffe, was alles im Detail weiß ich auch noch nicht so genau.
Es steht aber fest, dass sämtliche Vorstufen der Nitrifikation bis No2 absorbiert werden. No2 und No3 selbst aber nicht.
Das bedeutet man kann mit Z lediglich verhindern, dass sich No2, No3 überhaupt erst bildet, bzw. vermehrt, da ja die dafür notwendigen Vorstufen entfernt werden.
Das bedeutet logisch überlegt, würdest Du das Wasser hinter der HFM absaugen wäre die Nitrifikation ja bereits abgeschlossen und das Z. somit im Bezug auf No3 arbeitslos.
Es muß also immer vor jeder anderen Filterung abgesaugt bzw. eingebaut werden. Das Z. muß um seine volle Wirkung diesbezgl. zu erreichen nach üblicher Grobfilterung, immer das erste Filtermedium sein welches das W. durchläuft.
In der HFM dagegen wird die Nitrifikattion bei Parallelbetrieb sicher langsamer als normal in Schuß kommen, was aber durch die Wirkung des Z. Filters vollkommen bedeutungslos ist. Die HFM erzeugt nach einer gewissen Zeit genügend No3 welches als Spurenelement für div. Pflanzen notwendig ist.
Wenn sich das Z. nach einem gewissen Zeitraum erschöpft, hat sich in einem funktionierenden Becken entweder eine genügend große Bakterienkultur gebildet, welche sämtliche sich bildende Schadstoffe von selbst reinigt, somit kein Anstieg diesbzgl. Werte, oder die Nitrifikation setzt in dem Maße ein, wie sich das Z. Erschöpft.
So habe ich es jedenfalls im Altwasser (ohne TWW) beobachten können.

Wenn das Z. halbwegs richtig und nicht unterdimensioniert ist, kommt es bei dieser Vorgangsweise ME auch kaum oder überhaupt zu keinem sonst für neue Becken üblichen No3 Peak.
Falls ein Becken ab Zeitpunkt von Z. Einsaztz bereits eingefahren ist, wird die Nitrifikation durch die Filtermatte sicher schwächer werden aber keinesfalls versagen falls sich das ZZ. irgendwann erschöpfen solllte. Ich habe es ca. 2 Monate im Filter, bevor ich ihn mit frischen Z. fülle. Man kann Z. aber auch nach dessen Erschöpfung als übliches biol. Filtermaterial im Filter belassen.
Alles klar???  Zwinkernd

LG
Fritz



[Editiert am 6/12/2005 von Krypton]
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Ich möchte nur die Hälfte von dem wissen, was ich alles nicht weiß.
kekule
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« Antwort #2 am: 07. Dezember 2005, 06:47:39 »

Hallo Fritz

was mich nur etwas stutzig macht, ist das ich mir niocht vortsellen kann das die komplette Nitrifizierung abgeschlossen ist bei einem einmaligen durchströmen des Mattenfilters.
Dies ist doch sicher ein etwas langsamerer Vorgang, es müsste eigentlich auch etwas von den Vorstufen in den Filtertopf kommen.

Was mich noch etwas verwirrt ist auch das nur das Ammonium vom Zeolith gebunden wird und das Nitrit bzw Nitrat nicht.
Wodurch diese selektivität gegeben ist ist mir nicht bekannt, woher hast du das ?

mfg
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Anton_Gabriel
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« Antwort #3 am: 07. Dezember 2005, 09:49:35 »

Hallo,

Naturzeolith bindet Ammonium (und kein Nitrit oder Nitrat) - dieser Vorgang dauert allerdings Stunden (gemessen) und Zeolith verhindert bei "normalen" Aquarien wie z.B. 54 Liter mit 20 Salmlern und 1 Liter Zeolith NICHT den Nitritpeak > in meinen Versuchen und Messungen war der Unterschied beim Einfahren mit und ohne Zeolith bei Aquarien mit Fischen mit normalen Tropftests nicht zu unterscheiden. In beiden Fällen kam es zu einem massiven Nitritpeak, der nur durch massiven Wasserwechsel reduziert werden konnte. Naturzeolith bindet zwar Ammonium, aber nicht in dem Ausmass, dass es Nitritpeak oder bei stärkerer Belastung Nitratanstieg verhindert - bestenfalls mildert.

MfG Anton Gabriel
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Tom_
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« Antwort #4 am: 07. Dezember 2005, 16:52:28 »

ich glaube das ist eine frage der menge, als filtermaterial gerechnet lt. info. auf dem vulkangesteinkübel reicht für normale filterung 1/2l Z. auf 300l. ich habe gesamt etwas mehr als 1l in meinem 300l . davon ca. die hälfte in dem bodengrund eingearbeitet, mit dem hintergedanken das die gebundenen stoffe von den pflanzen wieder aufgenommen werden und sich das material langfristig nicht erschöpft.

lg
Tom
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kekule
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« Antwort #5 am: 07. Dezember 2005, 17:44:24 »

Hallo Tom_

Um die Menge ansich geht es mir gar nicht um die Menge, die Giftstoffe aufnehmen kann, sondern warum der Zeolith selektiv das Nitrat und Nitrit nicht aufnehmen sollte.

Jedoch habe ich schon gegenläufige Berichte im netz gelesen wobei sehr wohl Nitrit reduziert wurde. Nitrat war bei diesme Test nicht untersucht worden.

@ Anton, das mit dem Nitritpeak kann ich nicht sagen, mir geht es hier mal generell darum ob Zeolith, und wann warum selektiv nur das Ammonium binden sollte, das Nitrat, Nitrit nicht.

Sofern jemand Lösungvorschläge hat würde ich mich darüber sehr freuen.

mfg
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nicolleen
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« Antwort #6 am: 07. Dezember 2005, 18:48:27 »

Hi Markus, Fritz und Anton,

ich hab mich das auch schon gefragt. Ich weiss auch keine Antwort. Koennte es an der groesse d. Molekuels liegen? Ammonium ist ja winzig gegenueber NO2 oder NO3.

lg
niki
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kekule
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« Antwort #7 am: 07. Dezember 2005, 19:01:17 »

Hallo Nicole

genau das haben wir uns heute im Labor auch gedacht.

Weiters wäre ein möglicherausschlöiesungsgrund die Negative ladung.

wobei unter www.zeolith.de/Abwasser.html

eine Vollständige Nitrit abnahme gemessen wurde. Dies macht mich etwas stuzig.

mfg
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Reinhard
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Rotrückenmakropode, Macropodus erythropterus


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« Antwort #8 am: 07. Dezember 2005, 20:18:16 »

Hallo!

Da Zeolit beim ersten Glied der Stickstoffkette (Ammonium) ansetzt werden auch die Nachfolgeprodukte (Nitrit/Nitrat) reduziert.

Wie stark dieser Effekt in der Praxis ausfällt ist das Problem.
Bei hochwertigem Zeo und starker Durchströmung sollte es schon einiges Aufnehmen.

PS: Wozu braucht man dann eigentlich noch einen Mattenfilter?
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Servus
Reinhard
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Derzeit ca. 13 Süß- und Meerwasserbecken, 1 Terrarium und 1 Gartenteich. Im Sommer Freiland und Glashaushaltung.
kekule
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« Antwort #9 am: 07. Dezember 2005, 20:35:59 »

Hallo Reinhard

Das durch absorbtion von Ammonium nitrit und nitrat gar nicht erst im becken auftreten ist mir schon klar.

Aber was ist mit schon bestehendem Nitrat, wird das i Zeolith gebunden Ja/ nein und wenn nein warum?

Mir ist das von Kryptons Post her nicht ganz klar

mfg
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