nicolleen
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« Antwort #2 am: 31. März 2006, 21:31:22 » |
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hallo Manu!
also ich handhabe das so:
Reinigung:
LF Messer: jedesmal nach einer Messung spuele ich den Messbereich mit entionisiertem Wasser ab und mach es zu. extra trocknen tu ich nicht. die Kappe ist eh nicht dicht.
pH-Messer: vor und nach der Messung spuele ich die Elektrode bis Eintauchtiefe mit entionisiertem Wasser ab. aufbewahren tu ich sie in 3M KCl.
Merke, ich verwende die Dinger nicht zur Dauermessung. Dafuer muss man schon mit schaerferen Sachen ran, z.b. eine HCl-Pepsinmischung, die loest auch Proteine auf und wird zu diesem Zweck angeboten.
Kalibrieren:
LF Messer: ich hab dafuer eine 1413µS = 0.01M KCl-Loesung gemacht, und fuer den 0 Punkt gekauftes destilliertes. Das ist nicht exakt 0, aber so sensitiv ist das Hanna Dist3 eh nicht. Zur Ueberpruefung reichts, zum Justieren eben fuers Suesswasser die 1413er Loesung. Kalibrieren tu ich das nicht sehr oft, hin und wieder schau ich nach, und wenn ich den Ionentauscher regeneriere, verbinde ich das auch mit LFmesser kalibrieren. Das mach ich bei Zimmertemperatur, also etwa 20° und ich nehm das nicht so supergenau. Nur beim Herstellen der Kalibrierloesung hab ich mich bemueht.
pH-Meter
ich hab drei Standardloesungen, pH 4, pH7 und pH10, alles bei 20°C. Vor jeder Messung tunke ich die Elektrode kurz zur Kontrolle in mind. zwei der Loesungen, normalerweise die, die meinem Bereich entsprechen. Wenn deines nur eine Einpunktkalibrierung hat, dann ist das schnurz. Meines hat die Moeglichkeit einer Zweipunktkalibration, da muessen es auch 2 Punkte sein, weil auch die Steilheit der Kalibriergeraden einstellbar ist. (kannst dich vielleicht noch aus der Schule erinnern, wie man eine Gerade mathematisch beschreibt, daher kommt das). Wenn ich eine starke Abweichung feststelle, dann kalibrier ich. Das kommt alle heiligen Zeiten mal vor, da mir das mehr als genug reicht, wenn ich es auf +/-0.1 Punkte (also 2 Punkte) genau hab. Das wird wohl in Aquariumwasser auch schon die Sensitivitaetsgrenze meiner Elektrode sein. Bei Standardloesungen geht das ja recht genau, waehrend bei weichem Wasser mit einer Menge Huminstoffen und so die Sache schon nicht mehr so exakt geht, da schwankt der Anzeigenwert immer ein bisschen. Die Standardloesungen habe ich in kleinen Mengen gut verschlossen abgefuellt, sodass nicht immer dasselbe Gefaess fuers Kalibrieren geoeffnet werden muss. Bei den niedrigen pH Loesungen ist das nicht so tragisch, da die recht stabil sind, aber bei den hoeheren, besonders pH 10 muss bedacht werden, dass mit jedem Oeffnen Luft-CO2 reinkommt und den Standard immer mehr verfaelscht. Irgendwas wollte ich dazu jetzt noch sagen....hm.... achso ja, natuerlich bevor man die Elektrode da eintunkt, muss sie sauber sein, denn man will den Standard ja weder chemisch noch biologisch verunreinigen.
messen: am besten mit einem Glas die Probe entnehmen, und im Badezimmer, wo man pritscheln kann, messen. Bei Wasser unter 100µS/cm gebe ich einige Koerner analysenreines Kochsalz (NaCl p.a.) dazu, da meine Elektrode nicht fuer geringe Leitfaehigkeiten ausgerichtet ist. Deine wahrscheinlich auch nicht.
was ich mit Apotheke gemeint hab, weiss ich nicht mehr, wahrscheinlich das Einwaegen. Man kann natuerlich auch ein Vielfaches einwaegen, und dann runterverduennen, das geht dann relativ genau auch mit Haushaltsmitteln. Aber bei Kalibrierloesungen bin ich persoenlich halt der Meinung, die sollten einigermassen genau sein, sonst kann man sich die ganze Messerei sparen, wenn der Fehler schon so weit oben eingeschleppt wird. Halt angemessen der Genauigkeit des Geraets. wobei die Genauigkeit der Anzeige nichts mit der Messgenauigkeit zu tun hat! also eine Anzeige von 0.01pH heisst nicht, dass es zwischen 0.01 und 0.02 wirklich unterscheiden kann.
Kalibrierloesungen kann man entweder teuer kaufen, oder u.U. mich anschnorren, wobei ich nicht mehr viel habe. ich garantier allerdings fuer nichts. Bloss nicht die von Dennerle, denn das ist wirklich jenseits von irgendeiner Kosten-Nutzenrechnung. NaCl p.a. in kleinen Mengen kann man ohne weiteres von mir haben.
Ja was mir noch dazu einfaellt, die Leitfaehigkeitsmessung mit dem Hanna Dis3 und generell im Suesswasser verlaeuft linear (letzteres naeherungsweise). D.H. auch ein nichtkalibriertes Messgeraet ist zu was zu gebrauchen, z.b. beim Verduennen von Wechselwasser. 300µS 1:1 verduennt mit Osmosewasser ist also 150µS, und eine Differenz von z.B. 50µS/cm ist immer diese Differenz, egal ob das geraet so justiert ist, dass es 250 und 200 anzeigt, oder 768 und 718 etc. Bei der pH Messung ist das nicht so! Unkalibriert ist die Sache wertlos, die Kurve verlaeuft logarithmisch, und die Pufferloesungen pH 10 1:1 mit pH 7 ergibt nicht pH 8.5.
lg niki
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