AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum 03. Dezember 2008, 09:33:55 *
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Autor Thema: Wasserenthärtung durch Neutralaustausch  (Gelesen 1648 mal)
Krypton
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Beiträge: 1150



« am: 20. November 2005, 23:20:42 »

Hallo zusammen
Da dieses Thema bzgl Wasserenthärtung durch Neutralaustausch nur geringfügig zum ursprünglichen Thread passen dürfte, hab ich einen eigenen Thread eröffnet wo über die Wirkungsweise diskutiert werden kann.
  Bisheriges:
Ralph schrieb:

 
Zitat
@ All!

Was mir noch eingefallen ist.

Wen man in einem Wohnungsbau wohnt kann es sein das eine Enthärtungsanlage vorhanden ist.
Diese muss in größeren Interwallen gewartet werden.
Soweit ich weis erfolgt das mit einem Regeneriersalz.
Bin mir da aber nicht 100%ig sicher.
Das richt man aber beim Wasser.

Da wäre ich schon fast mal drübergestolpert.

Ab und zu müssen auch die Wasserleitungen geschützt werden, dass macht man mit Stoßchlorungen.

Kann auch tödlich sein für die Fische wenn man da gerade einen WW macht.
Chlor richt man aber auch sehr stark im Wasser.

  Antwort:
ChrisH

 
Zitat
hi @all

das was ralf erwähnt hat kann sicher auch eine ursache für das fischsterben sein ...

dennoch denke ich ist das salz selbst der wirkstoff, der das wasser enthärtet ...

hatte selbst mal so eine anlage im hause ... dennoch nie wirklich mit dieser auseinandergesetzt *g*

aber an dem wasser selbst habe ich nix gerochen!!

hatte soger eine zeit lang mit diesem wasser meine aquarien befüllt ...

und konnte den fischen nichts wirkliches anmerken ...

vielleicht war das verhältnis gut, das so gut wie gar keine rückstände im wasser waren oder wie auch immer ich das verstehen soll .....

das mit dem chlor kann ich mir eher vorstellen, dass wenn wirklich gerade eine Stoßchlorung in deinem wohnungsbau stattgefunden hat ...

Das dies dann der Grund ist für das Sterben ...

Lg Chrish

  Antwort:
Petute (Maria)

 
Zitat
Zitat:
dennoch denke ich ist das salz selbst der wirkstoff, der das wasser enthärtet ...
ganz sicher enthärtet Salz dein Wasser nicht
es macht es salzig und erhöht den Leitwert

  Posting:
Reinhard

 
Zitat
Zitat:
dennoch denke ich ist das salz selbst der wirkstoff, der das wasser enthärtet ...

ganz sicher enthärtet Salz dein Wasser nicht
es macht es salzig und erhöht den Leitwert  

Hallo Maria!

Da liegst Du in diesem Fall falsch.  
Es geht nicht darum das Salz ins Aquarium zu schütten sondern um eine Entkalkungsanlage (Ionentauscher) die mit Salz regeneriert wird. Das Salz läuft danach in den Kanal. Ist gängige Technik um Leitungswasser zu Entkalken.
Reinhard
 

  Posting:
Petute (Maria)

 
Zitat
In unserem Einfamilienhaus ist so eine Entkalkungsanlage installiert
soweit ich das verstanden haben, werden bei so einer Anlage die Ca-Ionen gegen die Na-Ionen getauscht
somit wird der Kalkgehalt im Wasser vermindert und steigt dadurch der Salzgehalt
Unser Leitwert liegt trotz einer KH von GH von etwa 6 bei 630µs

  Posting
Kekule (Markus)

 
Zitat
Hallo Maria

das liegt daran das Na nicht in die berechnungen von GH und Co eingehen.

Weiters denke ich das Ca ein langsameres Ion bildet als Na, das müsste ich aber noch abklären.

Zumindest wäre dies eine Erklärung für die höhere Leitfähigkeit, da ja Ionen getauscht werdne und nicht hinzugefügt werden.

aber soweit ich das mitbekomme schweifen wir vom Thema ab
Aber ich bin gerne bereit in einem anderen Thread über enthärtungsanlagen / ionentausch und co zu diskutieren, könnte interessant werden.

mfg

  Posting:
Petute (Maria)

 
Zitat
danke für die Erklärung, doch mir is das ja eh klar  
ein eigener beitrag wäre sicher nicht uninteressant

  Posting:
Nicolleen (Niki)

 
Zitat
[hallo maria,

Zitat:

ganz sicher enthärtet Salz dein Wasser nicht
es macht es salzig und erhöht den Leitwert  

doch klar tut es das bei einer solchen enthaertungsanlage, die einen sog. neutraltauscher enthaelt. das eine schliesst das andere nicht aus, da die haerte ja nicht durch kochsalz definiert ist.
ansonsten hast du recht, wie gesagt, is eine definitionssache.

lg
niki



[Editiert am 20/11/2005 von Krypton]

[Editiert am 21/11/2005 von kekule]
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Krypton
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« Antwort #1 am: 20. November 2005, 23:34:18 »

Hallo zusammen

Auch noch mitsenf  Zwinkernd
Da ich mich noch nicht sonderlich mit diesem Thema befasst habe, nur in aller Kürze.
Nach all dem was ich bisher darüber gelesen habe, denke ich doch, dass Maria in ihren Grundgedanken damit richtig liegen dürfte.
Diese Methode ist für die allgem. AQ auf Grund ihrer Wirkungsweise ME nicht einzusetzen.

Auch Niki hat aber im Detail recht. Es ist Definitionssache.

Letztendlich geht es aber darum ob diese Art für die allgemeine AQ schlechthin einen Nutzen bringen kann oder nicht.
Nun, ich denke ausser in möglicherweise ganz speziellen Sonderfällen (kenne aber keine) eher nicht.
LG
Fritz
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kekule
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« Antwort #2 am: 21. November 2005, 07:35:59 »

Hallo Fritz

Hab da jetzt einen Knoten im Hirn.

Worüber willst du diskutieren. Welche Aussage konkret.
Hab da möglicherweise den Faden verloren Smiley

mfg
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nicolleen
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« Antwort #3 am: 21. November 2005, 10:20:34 »

Hallo Markus,

wenn ich fritz richtig verstanden habe, will er abklaeren, ob und ggf. wieso nicht neutraltauscher fuer die aquaristik geeignet sind bzw. neutralgetauschtes wasser.

es gibt da einen mythos vom sogenannten standardionenspektrum, das davon ausgeht, dass im suesswasser die anteile der verschiedenen ionen (ca, mg, K, Na, HCO3, Cl, SO4, PO4, SiO2, etc.) mehr oder weniger gleich verteilt sind.
wird nun ca, das einen sehr grossen teil der kationen in diesem ionenspektrum ausmacht, durch natrium ausgetauscht, verschieb sich das spektrum natuerlich gravierend. die frage ist, ob das nun einen nachteil ergibt oder nicht.
je nachdem wieviel chlorid im wasser ist bzw. auch noch getauscht wird (markus? was wird vornehmlich gegen chlorid getauscht? k.a.), wird das wasser tatsaechlich aufgesalzt im sinne von der kochsalzgehalt steigt.
wieviel das ist kann man sich ausrechnen, wenn man die haerte vorher und nachher kenn.
z.b. angenommen die gesamthaerte vorher sind 21°dH und das was aus der leitung kommt sind 2°dH, dann ist die differenz 19°dH, das entspricht laut definition 19x10mg CaO/L, also 190mg CaO/L. getauscht werden also (ueber die molrechnung) etwa 0.2g Kochsalz pro liter.
Das entspricht einer kochsalzzugabe von 0.02% gegenueber dem ueblichen loefferl pro 10L , bei dem man auf etwa 0.05% kommt.

also eine gewisse dauerbehandlung ware bei diesem haertebeispiel schon da, fuer platies oder so vielleicht nicht ungeeignet.

dann gibts da noch das von mir so ungeliebte kalk-kohlensaeure-gleichgewicht, und was dann mit der karbonathaerte passiert, ob die im laufe der zeit als co2 das wasser verlaesst, muss ich mir mal naeher anschauen (markus?).

lg
niki




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Anton_Gabriel
Gast
« Antwort #4 am: 21. November 2005, 11:10:13 »

Hallo,

Neutralaustauscher - jene die mit Kochsalz regeneriert werden:

Tauschen alle zweiwertigen Ionen gegen Natrium aus.
Das heisst auf deutsch z.B.:

Magnesium wird zu Natrium
Calcium wird zu Natrium
Mangan wird zu Natrium
usw.

Es änder sich nix am Chlorid oder Karbonat oder Bikarbonatanteil - Beispiel:

Kalziumchlorid wird zu Natriumchlorid,
Natriumbikarbonat bleibt unverändert
Natriumchlorid bleibt unverändert (wird nicht mehr)

Was bewirkt es für die Wasserwerte:

Karbonathärte bleibt unverändert
Gesamthärte sinkt um den Anteil (vereinfacht) den sie über der KH lag
Gesamtsalzgehalt und Leitwert steigt
CO2 wird keines frei.
Es steigt auch nicht der Chloridanteil (das Regeneriersalz wird vorher ausgespült vor Verwendung)
Da eine ganze Menge Ionen und Spurenelemente in Natrium umgewandelt wurde, wäre an sich bei theoretischer Anwendung im Aquarium eine entsprechende Aufsalzung notwendig - ist aber sinnwidrig den Salzgehalt derart zu steigern nur dass Calcium und Magesium aus dem Wasser kommt.

Anwendung: in Spülmaschinen und Haushalt, da weniger Wasserhärte  vorhanden und so weniger Waschmittel verbraucht wird und die Natriumverbindungen sich nicht an den Wasserrohren anlegen.

Anwendung aquaristisch: im Normalfall sinnlos. Einzige Ausnahme, welche bei holländichen Züchtern viele Jahrze  angewandt wurde: Ausgangswasser mit praktisch Null KH und einer mittleren Gesamthärte lässt sogar die Zucht von manchen Weichwasserfischen zu, denen es nicht egal ist ob das Wasser sich aus Calcium oder hauptsächlich Natrium zusammensetzt. Ist aber heute auch nicht mehr relevant, da kein Wasserversorger Leitungswasser praktisch ohne KH zur Verfügung stellt.

MfG Anton
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Krypton
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« Antwort #5 am: 22. November 2005, 00:19:11 »

Hallo zusammen
Niki schrieb:
 
Zitat
wenn ich fritz richtig verstanden habe, will er abklaeren, ob und ggf. wieso nicht neutraltauscher fuer die aquaristik geeignet sind bzw. neutralgetauschtes wasser.

Genau so hab ich das gemeint.

@Anton
Vielen Dank für Deine Erläuterung. Hab den Inhalt bereits sicher schon öfter, aber nur flüchtig gelesen, aber mir nur die wesentliche Kernaussage gemerkt, welche sich mit Deiner perfekt deckt.

Ich denke, hier wird wohl keine Gegenargumentation auftauchen.  Zwinkernd

LG
Fritz
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