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AUSTRIAN AQUANET Forum 02. Dezember 2008, 21:17:17 *
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Autor Thema: Redoxwerte ?  (Gelesen 2827 mal)
Krypton
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« am: 06. November 2005, 17:33:19 »

Hallo zusammen

Angeregt durch eine an anderer Stelle gerade laufenden Diskussion, zu LW möchte ich hier folgendes zur Diskussion stellen.
Ich versuche mit Absicht so einfach wie möglich zu artikulieren, lasse also weitgehend Fachbegriffe, so weit als möglich aus, damit das auch für wasserchem. nicht Begabte lesbar bleibt und möchte die Profis hier bitten, dies so weit als vertretbar ebenfalls zu tun.

Es dürfte so gut wie feststehen. dass man vom Leitwert (LW) einige akzeptable Rückschlüsse über die Zusammensetzung von AQ Wasser erhalten kann. Natürlich nur was den Gesamtsalzgehalt (zB. Härte) einer Flüssigkeit betrifft. Für reines Kochsalz gilt das wohl nicht. Wohl aber für viele Ionen.
Ein Rückschluß über die dabei tatsächlich jeweils vorherrschende Wasserqualität ist aber nur sehr bedingt bis gar nicht möglich.

Nun, hab ich mir überlegt, dass aber die tatsächliche Wasserqualität und deren Meßbarkeit, speziell in Becken wie ich sie betreibe, also, ohne WW. von großer Bedeutung wäre/ist. Denn es ist wohl Jedem einleuchtend, dass optisch klares Wasser noch lange keinen Rückschluß auf die tatsächliche W. Qualität zuläßt, ebenso nicht in jedem Fall das Verhalten der Beckenbewohner.
Was meine eigene Person betrifft, ist es mir aber absolut nicht klar warum ich Wasser regelmäßig wechseln sollte, welches oftmals, durch biol. Gleichgewichtseinstellung im AQ ohnedies in Ordnung sein könnte/ist. Es gilt somit (auch wenn ich mich wiederhole) einmal eingestelltes Beckenw. lediglich auf den eingestellten Wert und Sauberkeit zu halten.
Somit werde ich mir verm. ein Redox- Meßgerät zulegen.
So und nun wirds wohl für Chemieprofis verm. fast schon primitiv, da ich vorerst auf Begriffe wie Oxidation, Reduktion etc. nicht eingehen möchte.
Frage:
Kann man stark vereinfacht sagen?
hohes RP = gute Wasserqualität
niedriges RP ist vergammeltes W.
Oder mache ich mir das jetzt, mangels bisheriger Auseinandersetzung mit der Thematik RP einfach zu leicht?

LG
Fritz



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« Antwort #1 am: 06. November 2005, 17:56:08 »

Hallo,..

Habe da einen Bericht gelesen werde mal schon wo der ist.

Aber eines kann ich dir schon sagen:
Hohe Redoxspannungen sind Typisch für Gewässer die im Hygenischen Sinne Sauber sind. Viele Streben einen  Hohen Wert an. Doch es sollten immer organische Verbindungen für die Gesundheit der Fische unbedingt vorhanden sein.

Ein niedriger Redoxwert heist das sehr viele organische Stoffe vorhanden sind.Ein Wert von 480mV (ph7) sollte nicht überschritten werden,da sonst mit Wuchsproblemen gerechnet werden muß.
Aber schaue noch mal nach ,....

Oliver
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Krypton
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« Antwort #2 am: 06. November 2005, 18:05:08 »

Hallo Oliver

 
Zitat
Ein niedriger Redoxwert heist das sehr viele organische Stoffe vorhanden sind.Ein Wert von 480mV (ph7) sollte nicht überschritten werden,da sonst mit Wuchsproblemen gerechnet werden muß.
Aber schaue noch mal nach ,....
 

Vielen Dank schon mal im Voraus.
Das scheint mir schon plausibel, nur wissen ist da verm. besser als nur ahnen.
Das mit dem Pflanzenwuchs hat, zum. bei mir, sowieso eine eigene Dynamik, die mit der herk. Meinung dazu verm. ohnedies absolut nicht oder nur sehr beschränkt übereinstimmen dürfte.
LG
Fritz
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« Antwort #3 am: 06. November 2005, 18:36:01 »

Also mit dem Pflanzenwuchs das ist bei mir auch so ne Sache?!
Bei mir Wachsen Pflanzen die da gar nicht gehen würden ?
Aber die Wachsen wie verrückt bei 29-30 C.
erst neulich habe ich mir eine Neue gekauft die meines erachtens Optimal währe (WW, Temp,....) doch die gejht mir gerade ein!
aber mal schaun ob sie sich nur ein neues Kleid zulegt.

Habe Letztes mal auch über Ebay bei einem Leitwertgerät gelesen (Beschreibung laut Verkäufer) das man mit dem Leitwert die Qualität des Wassers  messen kann, das ist mir nicht eingegangen (bis heute übrigens). Habe dies bezüglich alles gelesen was ich in die Finger bekomen habe.
Wird wohl nur eine Verkaufsidee sein.

Ein Redoxmessgerät lege ich mir auch zu Lächelnd .
Doch leider muß ich noch bis Weihnachten warten - Eigengeschenk Lächelnd  Lächelnd  Lächelnd

Oliver
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Krypton
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« Antwort #4 am: 06. November 2005, 18:40:45 »

Hallo Oliver
 
Zitat
Ein Redoxmessgerät lege ich mir auch zu  


Da hast Du wohl einen ähnlichen Gedankengang zum Thema WQual. wie ich.  Zwinkernd
LG
Fritz
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« Antwort #5 am: 06. November 2005, 18:55:52 »

JA,..

Leider gibt es zu diesm Thema nicht sehr viel berauschenden Lesestoff Traurig

Da ich schon seit einiger zeit am "System"  Altwasserbecken bei meinem Überlege, ich mir aber über die Messung der "Qualität" des Wassers noch nicht ganz im klaren bin (würde mich berruigen) bin ich noch etwas unsicher.
Aber bin mir auch sicher das ständige WW das Milleu im AQ nicht gut beeinflussen.
Du betreibst ja auch ein Altwasserbecken?
Kannst mir da wenn ja einige Tipps und erfahrungen und aunfangsfehler vermeindung geben?

Danke
Oliver
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Krypton
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« Antwort #6 am: 06. November 2005, 19:30:44 »

Hallo Oliver

Ohne jetzt unfreundlich wirken zu wollen, aber ich denke alles was es zu meinem Becken zu sagen gibt wurde bereits bis zum Erbrechen, bekannt gegeben.

Nur in Kurzform:
200x50x50
Altwasser keine Härte
Zeolithfilterung über separaten Topffilter vor HMF (dies ist wichtig)
25W UV C Klärer permanent
Co2 permanent ungeregelt.
Temp. 29-30,5°C
Dichteste Bepflanzung im Hintergrund.

Das Becken wurde vorsichtig mit immer reduzierenderen WW mit reinem Osm. Permeat, an Altwasser herangeführt.

Spezifische Fragen bitte extra stellen.

LG
Fritz



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kekule
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« Antwort #7 am: 06. November 2005, 20:55:57 »

Hallo Fritz

Was mir noch nicht ganz klar ist und da hab ich meine Probleme.
Weshalb durch die Messung des Redoxpotentials eine genauere Bestimmung der Wassergüte zu finden sein soll, als im Gegensatz zum Leitwert.

Beides sind Summenparameter, der ein geht auf gelöste Ionen, der andere auf gelöste Redoxpaare.
Beide besitzen nur durch den Vergleich eine Aussagekraft.

Also was ich damit sagen will ich habe keine Ahnung warum Redox besser als der Leitwert sein soll. Kann sein das ich da was nicht mitbekommen habe aber das geht mir nicht in die Birne  :knockout:

Bitte da um AUfklärung.

mfg
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Krypton
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« Antwort #8 am: 06. November 2005, 21:23:51 »

Hallo Markus

Siehe Olivers zweites Posting.

Ich seh schon, falls da nicht doch noch exaktere plausiblere Erklärungen kommen, die ich allerdings Eingangs nicht wollte, werd ich mich Wohl oder Übel, doch erst mal mit der Thematik im Detail befassen und einlesen müssen. Habe sämtliche Redoxgeschichten bisher immer links liegen gelassen und mich nicht darum gekümmert.
Ich denke LW ist da zu wenig aussgekräftig, denn Du kannst durchaus einen hohen LW haben und trotzdem einwandfreie Wasserqualität und umgekehrt.
No3 zB. wird zwar vom LW gemessen, dieser steigt, aber nur sehr unwesentlich.
Na, und zu viel organische Stoffe sind sicher nicht im Sinne der W. Qualität unbedingt förderlich, aber ich denke mal durch den LW alleine auch nicht besonders meßbar, speziell dann nicht, falls gewisse Härte zusätzlich vorhanden sein sollte.
Ich hoffe ich hab da jetzt nicht Müll verzapft.
LG
Fritz
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« Antwort #9 am: 06. November 2005, 21:51:18 »

Hallo Fritz

Es gibt sicher unterschiede die du mit LW und mit Redox messen wirst.

Da ja der Leitwert rein nur Ionen also geladenen Teilchen misst, also Salze usw.

UNd bei den Redox messungen kannst du ungeladene Substanzen mit Ihrem Redoxpartner

Beim LW ist der Anstieg davon abhängig wie hoch die Ionen leitfähigkeit derselbigen ist und nur in dem Ausmass kann somit der Leitwert steigen.

Es kann durchaus sein das eine grosse menge langsamer Ionen die selbe Leitwert steigerung erbringt wie eine geringe Anzahl von schnellen Ionen.

Das was ich da schreibe ist mit Vorbehalt ist alles sehr weit im hinterstübchen , die gute alte Elektrochemie Zwinkernd


Es wird sicher einen Nutzen haben die Redoxspannung mitzuverfolgen, jedoch würde ich es nicht als Wettbewerb auffassen und sagen Redox ist besser als Leitwert.

In deinem Fall würde ich eher sagen es sind nützliche Zusatzinformationen.

mfg
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