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Autor Thema: Redoxwerte ?  (Gelesen 2825 mal)
Olaf Deters
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« Antwort #20 am: 07. November 2005, 22:03:20 »

Hallo,

Zitat

Jetzt ziemlich verwirrt bin!

Ist es nicht gerade das, was es dabei gilt, neben event. noch anderen nicht entdecketen Fäulnisherden, durch Rx festzustellen (messen) bzw. dadurch erst darauf aufmerksam zu werden, also event noch vor Reaktionen der Beckenbew.??

Kann man dabei Verschiebungen / Veränderungen der Elektroden nicht event. mit Frischwassergegenmessungen regelm. vergleichen, um ein Ergebnis zu interpredieren?


Du kannst sicherlich mit der Rx-Kurve spielerisch arbeiten. Sie ist lebhaft, interessant und reagiert schnell. Die Leitfähigkeit ist dagegen langweilig.
Aber die Gefahr, dass Du die Rx überinterpretierst, ist sehr hoch.
Auch musst Du Dir was einfallen lassen um die Werte aufzuzeichnen und z.B. in Excel zu bringen. Das ist alles interessant und lehrreich, aber es steht nach meiner Erfahrung der mögliche Nutzen in keime Verhältnis dazu.
Ausnahme ist, wenn Du einer ganz konkreten Fragestellung nachgehst. Zum Beispiel wie lange ein Aquarium im Schnitt einfährt, wie und wann eine Überfütterung vorliegt usw. Das sind aber mehr Interessensfragen und keine Nutzfragen im Sinne des Betriebes eines Aquariums. Das sollte man m.E. trennen.

.Olaf
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« Antwort #21 am: 08. November 2005, 00:55:41 »

Hallo Olaf

Danke nochmalsI

Ich habe es mir, als Einer der sich bisher noch nicht mal in Ansätzen damit beschäftigt hat, wohl ein wenig zu leicht gemacht, da dieses Thema wohl kein so einfach zu beantwortendes zu sein scheint, wie ich mir das zu Anfang erhofft hatte.
Was ich daraus lese, sofern ich das richtig sehe ist:
Vermutlich ist die Rx Messung eine Frage des Standpunktes der Betrachtung und der Zielsetzung, aber vor Allem eine Frage der Erfahrung im Umgang damit, die gemessenen Werte richtig zu interpredieren. Leider aber muß ich ehrlich gestehen je mehr ich als Nichtchemiker versuche mir darüber Informationen ins Hirn zu "dreameln" desto mehr verwirren mich die Erkenntnisse daraus.
Nichts desto Trotz, werde ich mir demnächst wahrscheinlich trotzdem ein solches Gerät zulegen um auch eigene Erfahrungen damit zu sammeln und vielleicht auch ein wenig damit zu experiementieren.
Ich bin fast sicher Deine Erläuterungen dazu werden mir bei der Interpredationsfrage der dann gemessenen Ergebnisse, sicher wertvolle Hilfestellung leisten.
LG
Fritz

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Olaf Deters
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« Antwort #22 am: 08. November 2005, 08:55:34 »

Hallo,

Zitat

Was ich daraus lese, sofern ich das richtig sehe ist:
Vermutlich ist die Rx Messung eine Frage des Standpunktes der Betrachtung und der Zielsetzung, aber vor Allem eine Frage der Erfahrung im Umgang damit, die gemessenen Werte richtig zu interpredieren. Leider aber muß ich ehrlich gestehen je mehr ich als Nichtchemiker versuche mir darüber Informationen ins Hirn zu "dreameln" desto mehr verwirren mich die Erkenntnisse daraus.


und genau da liegt (allgemein) die Gefahr mit der Messwerterei.


Zitat
Nichts desto Trotz, werde ich mir demnächst wahrscheinlich trotzdem ein solches Gerät zulegen um auch eigene Erfahrungen damit zu sammeln und vielleicht auch ein wenig damit zu experiementieren.
Ich bin fast sicher Deine Erläuterungen dazu werden mir bei der Interpredationsfrage der dann gemessenen Ergebnisse, sicher wertvolle Hilfestellung leisten.


wie gesagt, die Rx stellt einen interessant Wert dar, allerdings sollte man ihn mit Vorsicht genießen und die Veränderlichkeiten der Elektrode berücksichtigen. Nicht die Zahl ist wichtig, sondern deren Veränderung über die Zeit.

Gerd Kassebeer hat übrigens vor Jahren mal einen Artikel in einer Zeitschrift geschrieben: "Ich halte nichts vom Redoxwert".

.Olaf

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Krypton
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« Antwort #23 am: 08. November 2005, 19:13:16 »

Hallo Olaf

Eine allerletzte Frage hätte ich noch:

  Frage:
Wenn ich also annehme, dass mein Becken funktioniert, läuft immerhin schon lange Zeit, kann ich dann, Deiner pers. Meinung nach, nachdem ich die Rx Werte und deren tendenzielle Drift erst einmal eine Zeit lang beobachtet habe, an plötzlich (über Gebühr) veränderten Rx Werten, natürlich auch unter Berücksichtigung der als offensichtlich normal geltenden Drift nach Fütterungen, sofort feststellen und zwar bevor dies noch durch Verhaltensänderungen der Beckenbewohner merkbar wäre, falls punkto organischen Abbau was aus dem Ruder laufen würde?Huch?? (ZB. noch nicht entdeckter Fäulnisherd oder Fischüberbesatz, da immer wieder im GB. was durchkommt und sich so Arten ohne Zutun vermehren.)

Oder wäre dabei ein deutliches Ja bzw. Nein noch immer eine zu undifferenzierte Aussage??
LG
Fritz

Zusatz:
Ich wechsle kein W.

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Krypton
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« Antwort #24 am: 08. November 2005, 21:27:35 »

Hallo zusammen

Meine letzte Frage hat sich wohl durch Gerd K. Antwort, an anderer Stelle erübrigt.
Ich möchte euch diese Antwort nicht vorenthalten, da ich denke, dass sie höchst interessant ist und im Grund in die gleiche Richtung wie Olaf`s Aussagen dazu geht.

Gerd K. schrieb:
 
Zitat
Die Anzeige reagiert auch auf Katastrophen, aber Fische reagieren schneller. Der Meßwert spiegelt die Aldehydspuren im Wasser wieder, wie sie beim oxidativen Abbau auftreten. Die Kurve zeigt Zeit und Dauer der Veratmung, zeigt die Leistung des Filters, zeigt die Auswirkung einer Filterreinigung .
Mit Platinstiftelektroden habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.
Vielleicht solltest Du auf die Redoxmessung verzichten.  


Langsam sehe ich dank Olafs und Gerd K. Mithilfe ein bischen klarer. (Zum. bilde ich mir das ein)
Je mehr ich mich, unter Bedachtnahme der Informationen, sowie von wem diese stammen, welche ich dazu erhalte, bzw. lesen kann, damit beschäftige, desto mehr komme ich zu dem gleichen Schluß.
Werde mir also das Ganze nun lieber doch noch einmal gründlich überlegen.
  Danke Olaf, danke Gerd!!!
Sollte ich mir aber trotz allledem so ein Gerät zulegen, werde ich euch über meine Erfahrungen damit am Laufenden halten.

LG
Fritz


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