AUSTRIAN AQUANET
Aquaristik, Terraristik und Vivaristik in Österreich
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AUSTRIAN AQUANET Forum
02. Dezember 2008, 17:36:55
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AUSTRIAN AQUANET Forum
Aquaristik
Aquarienchemie / Wasserchemie
(Moderator:
Krypton
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Wasserwerte die xte
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Autor
Thema: Wasserwerte die xte (Gelesen 979 mal)
Wasserwerte die xte
Krypton
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am:
20. Oktober 2005, 23:49:55 »
Hallo zusammen
Heute wieder einmal ein wenig was Provokantes
Gleich vorweg, ich werde, nachdem mein Becken nun schon fast drei Jahre erfolgreich läuft , meine Gepflogenheiten sicher nicht ändern, aber nach all dem, was ich in SL gesehen und erlebt habe, beginne ich zunehmends zu zweifeln, ob wir uns nicht viel zu viel mit Wasserchemie und Wasserinhaltsstoffe beschäftigen. Selbst sehr stark mit Chlor versetztes LW scheint dort nichts auszumachen, wie ich ja bereits berichtete.
Oder kann es im Zweifelsfall sein, dass einfach weiches saures W. für weit mehr Arten zuträglicher ist als härteres basisches. Ist das etwa des Rätsels Lösung???
Natürlich soll man WW Fische nicht in "Betonwasser" setzen und Pfleglinge die in der Natur ausschließlich in W. mit sauren Werten zu finden sind nicht in PH Werte von weit über 7 und umgekehrt.
Aber wars das dann im Grunde nicht bereits???
Ich beginne langsam die Meinung von Olaf Detters zu teilen, der meint den WW wird vielerorts bei weitem zu viel Beachtung geschenkt und es sind ganz andere Faktoren die einen erfolgreichen Aq ausmacchen als mit Gewalt WW kopieren zu wollen. (Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe)
Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren!!!
LG
Fritz
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Ich möchte nur die Hälfte von dem wissen, was ich alles nicht weiß.
Re: Wasserwerte die xte
LameraRa
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Antwort #1 am:
21. Oktober 2005, 07:26:08 »
Hi Fritz!
Ich war (und bin) kein Chemie Freund.
WW sind bei mir Temperatur.
Ich gestehe, sicher schon seit einem Jahr oder sogar noch länger keine Werte mehr gemessen zu haben.
... und es läuft alles ok!
Ein täglicher Blick ins AQ verrät einem alles wichtige.
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Gruß Ralph!
______________________________
Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen!
Re: Wasserwerte die xte
kekule
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Antwort #2 am:
21. Oktober 2005, 18:01:55 »
Hallo Fritz
Also ich muss sagen, mich provozierst du mit solchen aussagen nicht wirklich.
Auch ich muss sagen dass ich selten messe, und wann dann meistens mit STäbchen um einen Überblick zu erhalten.
muss aber auch sagen das ich nicht wirklich empfindliche Fische halte
mfg
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Re: Wasserwerte die xte
nicolleen
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Antwort #3 am:
21. Oktober 2005, 21:22:58 »
Hallo Fritz,
Stefan Hetz hat im Datz einen interessanten Artikel geschrieben, da war Schwarzwasser und die ionenregulation der fische ausschlag fuer eine aehnliche thematik:
http://www.datz.de/GHIZ2DH6oBXIaEIZ2DHAlAnYt.HTML?UID=C2800B7683FF5DE5F37009C7EB9D57AB23461CF38FB657D1QQBerlinQQ14QQBerlinQQ42244830
was u.a. wieder die frage nach der keimdichte aufgeworfen hat.
lg
niki
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Re: Wasserwerte die xte
Krypton
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Antwort #4 am:
21. Oktober 2005, 22:14:34 »
Hallo Niki
Danke, aber ich kenne den Schwarzwasserbericht natürlich. Hab ihn ja fast auswendig gelernt
Es steht wohl so gut wie fest, dass es in weichen sauren Wässern so gut wie keine Keime geben dürfte, nicht umsonst könnte man in den diversen Amazonasgewässern das Wasser, jedoch nur auf Keime bezogen, mit ruhigen Gewissen auch trinken.
ZITAT daraus
Zitat
Gasaustausches und der Ionenregulation, eine dicke Schleimschicht bildet, die die Funktion der Kiemen stark beeinträchtigen kann. Inwiefern und in welchen Größenordnungen diese Schleimschicht die Prozesse Gasaustausch, pH- und Ionenregulation beeinflusst, ist jedoch wissenschaftlich noch nicht vollständig untersucht.
Wieso ist aber das Schwarzwasser besonders bakterienarm? Aufgrund ihrer Physiologie sind viele Bakterien nur dann in der Lage, optimal zu wachsen, wenn der pH im Umgebungsmedium innerhalb gewisser Grenzen optimal eingestellt ist. Der optimale pH für viele Bakterien befindet sich im leicht alkalischen Bereich von pH 7,2 bis 7,8 (Schlegel 1992). Bakterien wachsen auch dann besonders gut, wenn im umgebenden Milieu genügend Ionen und organische Stoffe für den Aufbau von Körpersubstanz vorliegen. Kurz, ein organisch verschmutztes, leicht alkalisches, mittelhartes Leitungswasser mit dauernd zugeführten organischen Nährstoffen und Ionen (aus dem Fischfutter und der Mineralisation von Abfallstoffen) stellt ein optimales Siedlungssubstrat für viele Bakterien dar.
Viele Huminsäuren besitzen hingegen für Bakterien wachstumshemmende Eigenschaften. Bakterien wachsen besonders schlecht in stark mit Huminsäuren angereicherten, sehr weichen und sauren Gewässern. Es liegen also im Schwarzwasser gerade die umgekehrten Verhältnisse zu „normalem“ Aquarienwasser vor. Nitrat findet sich etwa im Schwarzwasser Amazoniens nur in Konzentrationen von 35 µg l-1, Phosphat im Bereich von rund 6 µg l-1, also bis zum Faktor 1000 weniger als in Aquarien (Willmer et al. 2005). Schwarzwasser besitzt demnach alle Voraussetzungen, um darin siedelnden Bakterien ein extrem ungünstiges Milieu zur Verfügung zu stellen. Für Bakterien stellt die Zusammensetzung des Schwarzwassers also einen deutlichen Nachteil dar. Diese Erkenntnis ist aber nicht neu, sondern wurde schon von Geisler vor über 50 Jahren, damals leider ohne An-gabe von Zitaten, zur Diskussion gestellt (Geisler 1954).
Versuche ich das nicht bereits die letzten Jahre zu predigen ? Freilich mit weit weniger wissenschaflichen Worten.
Was wurde mir nicht schon alles unterstellt da ich permanent einen UV C Klärer zusätzlich am Laufen habe, da ich der Meinung bin, Amazonas- Huminstoffe können wir nicht nachstellen.
Geht aus dem Bericht nicht deutlich hervor, dass ein paar Grade weicher und ein zwei Punkte unter PH 7 nicht wesentlich förderlicher für die meisten Arten ist als von Beiden mehr zu haben? (Malaw. und Tanganj. vorerst ausgenommen)
Beweisen meine letzten Beobachtungen aus SL und schließlich meine eigenen Becken nicht da Gleiche???
Ja Niki, nochmals Danke, der Bericht spricht mir jedenfalls aus meiner AQ Seele
Neben Gerds Altwasserartikel, die Weichwasserbibel
LG
Fritz
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Re: Wasserwerte die xte
ccttulln
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Antwort #5 am:
23. Oktober 2005, 09:03:23 »
Hallo!
Wir waren die letzten Tage bei den Vorträgen des Dr. Staeck und das wesentliche dabei war, er ist einer der wenigen der in allen Habitaten auch genauestens die Wasserwerte genommen hat was bei so Vorträgen fast nie zur Sprache kommt. Und da fällt einem eigentlich auf dass nicht nur bei Schwarzwasser, auch sonst, der Leitwert extrem niedrig ist, der PH Wert aber sehr unterschiedlich hoch ist.
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Liebe Grüße
Roman
Re: Wasserwerte die xte
Krypton
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Antwort #6 am:
23. Oktober 2005, 11:30:03 »
Hallo zusammen
Mann, oh Mann, bin ich ein Dussl. :mad:
Ich dachte der Vortrag von Dr. Staeck wäre erst nächste Woche. Hab ihn darum verpasst. Verdammt!!! Den hät ich mir unbedingt geben wollen.
Hätte gestern auch Zeit gehabt.. Hab mich noch gewundert, dass gestern in den Foren nicht viel los war. Na ja, zu spät.
@Roman
Zitat
auch sonst, der Leitwert extrem niedrig ist, der PH Wert aber sehr unterschiedlich hoch ist.
Im Grunde genommen trifft diese Erkenntnis im Großen und Ganzen, zumindest was den LW betrifft, doch mein vorheriges Posting oder?
Ein niedriger LW bedeutet doch wenig, bis keine vorhandene Härte.
Erzähl doch ein bischen!!! Was verstehst Du unter unterschiedlich hoch???
Über 7 oder doch eher tiefer?
Danke im Voraus
LG
Fritz
[Editiert am 23/10/2005 von Krypton]
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Re: Wasserwerte die xte
ccttulln
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Beiträge: 147
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Antwort #7 am:
23. Oktober 2005, 16:14:03 »
Hallo fritz!
muss ich bei der chefin nachfragen, du weisst ja, alzheimer im anfangstadium,. Chefin macht aber grad ihren schönheitsschlaf, wird also ein wenig dauern. Ich weiß nur dass es heftige unterschiede gegeben hat und von sauer da keine rede mehr war.
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Liebe Grüße
Roman
Re: Wasserwerte die xte
Krypton
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Antwort #8 am:
23. Oktober 2005, 22:20:09 »
Hallo Roman
Ja tu das bitte.
Ich / Wir? würden uns sicher freuen, wenn Du uns stichwortmäßig das Wesentlichste mitteilen könntest.
Trotz beginnender "Alzi"
(Na ja, man solllte damit lieber nicht spaßen, ist wirklich eine der schlimmsten Schicksalsschläge die uns und vor allem die nächsten Angehörigen treffen können.)
bedanke ich mich im Voraus.
LG
Fritz
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Re: Wasserwerte die xte
Anton_Gabriel
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Antwort #9 am:
24. Oktober 2005, 06:57:38 »
Hallo Fritz,
Ja, wenn ich in etlichen Foren lese, dass viele Anfänger praktisch ausschliesslich um Wasserwerte fragen und gar auch schon nach wenigen Wochen Andere betreffend Wasserwerte beraten (!) > dann kann man sagen, den Wasserwerten wird viel zu viel Bedutung gegeben, weil zu wenig das restliche Umfeld beachtet wird.
Wenn ich in etlichen Foren lese, dass viele Anfänger praktisch ausschliesslich um Wasserwerte fragen und gar auch schon nach wenigen Wochen Andere betreffend Wasserwerte beraten (!) > dann kann man sagen, dass Diese sich viel zu wenig mit dem Zusammenspiel und der Bedeutung der Wasserwerte auseinandergesetzt und informiert und erlernt haben !
Es ist m.M. nach zu wenig und viel zu pauschal etwa in der Richtung zu gehen, dass wer eine Fischgruppe einige Jahre gehalten und gezüchtet hat und sich immens mit Aquariumchemie beschäftigt hat dann generalisierend zu sagen, dass Wasserwerte praktisch keine Bedeutung haben (für Niemand!) oder praktisch nur einen einzigen Typ Aquarium einige Jahre Erfahrungen zu sammeln und dann für alle Aquarianer auf einmal zu beschliessen, Wasserwerte sind nicht wichtig.
Jetzt verrat ich dir einmal was Fritz: selber messe ich in meinen Aquarien fast nie (mehr) Wasserwerte (ausser bei Versuchsreihen), in der Zwischenzeit nach so 35 Jahren kann ich sie besser/genauer schätzen als messen - in meinen lang stehenden Aquarien ! Und trotzdem würde ich nie und nimmer den Rat geben, Wasserwerte wären unbedeutend und man kann drauf fast verzichten. DENN: was wir alle meist nicht dazusagen ist, dass Jene die behaupten die Beschäftigung mit Wasserwerten sei überflüssig, recht haben. ABER: nur recht haben für die eigene Situation. Recht haben für erfahrene und mit der Theorie und Praxis der Aquaristik vertraute Menschen. Wer einmal die Zusammenhänge recht gut versteht und durch Messungen und praktischen Umgang gelernt hat Probleme der Aquariumchemie zu umschiffen, wer sein Aquarium schon Jahre immer gleich betreut und eh immer dieselben Wasserwerte hat, ja da ist es richtig, da haben Wasserwerte kaum mehr Bedeutung weil sie ins Fleisch und Blut übergegangen sind. Und dann > nur dann wenn man die Verantwortung für seine Pfleglinge soweit wahrgenommen hat, dass einem fast kein Wasserproblem mehr einen Schaden verursacht und die Erfahrung den Problemlöser darstellt, dann ist die Beschäftigung mit Wasserchemie und Wasserwerten relativ weit hinten in der Wichtigkeit.
Andererseits ist so eine Pauschalaussage gegen Aquariumchemie - besonders von bekannten Aquarianern - undifferenziert und pauschal verbreitet eine gar nicht so kleine Gefahr für Unmengen von Fischen.
90 Prozent der Aquarianer sag ich einmal als Schätzung hinterlegt durch hunderte Gespräche, haben von den Zusammenhängen der Wasserchemie fast keine oder zu wenig Ahnung. Schon ein kleines Problem kann zu einer Katastrophe führen und wieviele Fisch durch Unwissenheit gestorben sind mag ich gar nicht wissen. Klar ist es schön und bequem zu hören, dass Wasserwerte unwichtig sind und seiner Faulheit vollen Lauf zu lassen. Klar ist es einfacher gestorbene Fische einfach durch Neue zu ersetzten: die Wasserwerte oder ein aquariumchemisches Problem kann es ja nicht gewesen sein weil Der und Der sagen ja, dass Wasserwerte eher keine Bedeutung haben (und sagen nicht dazu, dass Der und Der derart viel Erfahrung haben und sich Jahre das Wissen und die Kenntnis durch vielfachste Beschäftigung und Messungen angeeignet haben). Der Tod unserer Pfleglinge hat als erste Ursache wohl das Alter der Fische - aber sofort dahinter falsche und ungeeignete Wasserwerte sowei damit zusammenhängende Probleme.
Das heisst für etwa 90 Prozent der Aquarianer, dass sie Erfahrung sammeln und aqiariumchemische Zusammenhänge erlernen und praktisch messen um ihrer Verantwortung um das Wohl ihrer Fische nachzukommen bis sie einmal so weit sind, dass die Beschäftigung mit der Thematik keinen Fortschritt und keine Verbesserung mehr für ihre Pfleglinge bringt und dann die Bedeutung der Aquariumchemie nicht weniger geworden ist - aber beherrscht wird.
Somit sage ich: ja, wir beschäftigen uns zu viel mit Wasserwerten und gleichzeitig: nein, viel zu wenig! Je nach Fall differenziert. Wobei natürlich die erste Aussage oberflächlich betrachtet wohl tollen Beifall findet, weil bequem - die zweite Aussage aber für die überwiegenste Mehrheit der Aquarianer differenziert zutreffender sein wird.
MfG Anton Gabriel
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