Hallo Niki Chris
Ich selbst habe zum Glück noch nie medikamentieren müssen, hab also keine persönlichen Erfahrungen damit und bin von Gelesenen abhängig.
Alle Problemchen die ich bisher hatte, hab ich einzig durch Verbesserungen der Wasserqualität und bestes Futter, eventuell mit Vitaminzusätzen in den Griff bekommen.
Ist natürlich keine Allheilmittel.
@Chis
Ob nun F. tatsächlich Kupfer enthält oder nicht, spielt ME zu meiner ursprünglichen Kernaussage bezüglich Deines Besatzes kaum eine Rolle. Jede Art der "chem. Keule" erscheint mir daher im Zusammenhang wesentlich gefährlicher als die Planarien selbst. Ich würde also eher noch ein Becken neu machen als Medikamente zu L 46 zu schütten.
Makropoden fressen die P. auch nur dann, wenn sie nicht anderwärtig gefüttert werden. Könnte eventuell abgesehen von den WW Anforderungen funktionieren, da Du die L Welse ja Nachts ohne Beleuchtung und mit Tabs füttern könntest, ich machs ohne P. auch so. Richtig glauben kann ichs allerdings nicht.
@Niki
Meinen Verdacht auf event. Kupferhältigkeit hab ich aus folgenden Artikel, obwohl es daraus nicht unbedingt rückgeschlossen werden kann. Hätte ein paar Fragezeichen dazu schreiben sollen. Was ich aber sicher zu wissen glaube ist, dass mit F. nicht zu spaßen ist, bzw. man dass nicht einfach so mal als Test reinschütten sollte, zumal eine Behandlung wiederholt werden muß.
"Medikamente" gegen Scheibenwürmer sollte man normalerweise nicht anwenden. Sie enthalten meist als Hauptwirkstoff Kupfer in irgend einer Form. Kupfer kann aber andere Wirbeltiere wie Harnischwelse oder Wirbellose schädigen bzw. töten. Auch Bakterien werden empfindlich in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings gibt es in der Tiermedizin das Medikament Flubenol mit dem Wirkstoff Flubendazol. Dieses Mittel ist verschreibungspflichtig und man erhält es über den Tierarzt. Es gibt das Mittel als Paste und als Pulver, wobei insbesondere die Dosierung beim Pulver vom Lagerungsalter abhängt, weil die Wirksamkeit unter Luft und somit Feuchtigkeitseinfluss merklich nachlässt. Flubenol ist bei richtiger Dosierung ungefährlich für Fische und Garnelen, aber bringt neben den Planarien auch meist die Schnecken um. Bei 5 %-igen Pulver wird teils eine Dosierung von 0,2 Gramm auf 100 Liter Aquarienwasser empfohlen. Ich übernehme hier keine Verantwortung für die Mengenangabe und Verwendung! Durch Flubenol werden nur die lebenden Planarien über mehrere Tage getötet. Eiern macht das Mittel nichts, weshalb nach 2 bis 3 Wochen neu behandelt werden muss, wenn die neuen Planarien geschlüpft sind. Auch werden Planarien, die sich gut versteckt haben, meist durch das Mittel nicht erreicht. Es wird immer wieder behauptet, dass bei der Bekämpfung das Aquarienwasser nicht gewechselt werden soll, damit der Wirkstoff nicht verloren geht. Es ist allerdings bei der Bekämpfung mit der chemischen Keule zu beachten, dass damit in sehr kurzer Zeit je nach Planarienmenge eine große Menge an totem tierischen Stoff ins Wasser gelangt, und das Wasser auch durch die giftigen Absonderungen der Planarien sehr stark belastet wird. Daher muss vor dem Einsatz von Chemie der Planarienbestand durch andere Aktionen schon auf ein Minimum reduziert worden sein, sonst sterben nicht nur die Planarien durch das Flubenol, sondern auch alle anderen Aquarienbewohner durch die toten Planarien. Da lieber täglich ¼ Wasser wechseln und Flubenol nachdosieren.
Hier der Link dazu
http://www.wirbellose.de/planarien/
So ganz nebenbei glaube ich mittlerweile, dass altes Wasser, unter PH 6,5 sofern es einem gelingt dieses so sauber als möglich zu halten gegen viele AQ. Unannehmlichkeiten bei weitem unempfindlicher erscheint als frisches W. Der Schwarzwasserbericht aus der Datz läßt in weiten Bereichen auf ähnliche Zusammenhänge schließen. Freilich hängt das auch von den WW. Bedürfnissen der Beckeninsassen ab.
LG
Fritz
[Editiert am 27/8/2005 von Krypton]