AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum 03. Dezember 2008, 23:34:38 *
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Autor Thema: Zwergfadenfisch mit Glotzauge  (Gelesen 302 mal)
Gitterkater
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« am: 12. August 2005, 10:58:58 »

Hallo zusammen,

ist zwar schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe, aber bis jetzt gab's zum Glück keine nennenswerten Probleme, aber:

Ich habe vorgestern bemerkt, dass mein Zwergfadenfisch-Weibchen nicht zum fressen kam. Auf die Suche nach ihr gemacht habe ich entdeckt, dass das rechte Auge glotzartig hervorsteht. Zudem ist das Auge blutunterlaufen, also rot umrandet.

Ich habe sie natürlich sofort in ein separates Becken getan.

Fressen tut sie nicht wirklich, obwohl sie sich hauptsächlich von rotem Granulat ernährt hat, aber nicht mal das rührt sie mehr an.

Der Kot bestand zunächst aus einem langen hellen Faden, der am Ende rot war. Jetzt war das ganze Becken voller roter kleiner Kotstücke.

Ich habe gerade bemerkt, dass sie vereinzelt zur Seite kippt, ansonsten steht sie eigentlich nur in einer Ecke. Atemfrequenz ist erhöht.

Habt ihr eine Idee, was das sein könnte?
Anzumerken wäre, dass vor einigen Wochen das zugehörige Männchen gestorben ist, aber da dies von einem Tag auf den anderen geschah, denke ich, das war ein spontaner (natürlicher) Tod. Das Weibchen ist ungefähr seit einem halben Jahr drinnen und hat vorher keinerlei (ersichtliche) Anzeichen einer Krankheit gezeigt. Den anderen Fischen geht's gut.

Vielleicht habt ihr ja eine Idee, wie ich ihr helfen kann. Oder meint ihr, dass hier im schlimmsten Fall nur das erlösen etwas bringt?

Danke für eure Beiträge,

lg
Gitterkater

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mad
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« Antwort #1 am: 12. August 2005, 11:24:58 »

Hallo

Also bei mir ist das gleiche schon mehrmals passiert aber ohne Rotem Kot ..
Habe leider auch keine Erklärung dafür aber eines ist mit sicherheit gewiss das die  Qualität der im Handel befindlichen Tiere  Katastrophal ist
Habe keines meiner letzten Paare länger als ein 3/4 Jahr gehabt und die Nachkommen weisen meist Verkrümmungen usw auf....

mfg Mad
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Ich Freu mich über jede Antwort aber auch über Kritik !Mfg Mad
Gitterkater
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« Antwort #2 am: 12. August 2005, 19:40:18 »

Hallo nochmals,

also ich hab jetzt nach Säuberung des Quarantänebeckens gesehen, dass das Weibchen jetzt nur weiße, lange Fäden ausscheidet, ein solches Stück (sehr lang, einige cm) hängt ihr gerade heraus. (der Faden, der am Boden liegt, ist am Ende leicht rot gefärbt)

Was mich jedoch verwundert hat ist, dass sie plötzlich wieder das Granulat frisst, zwar zögerlich, aber doch.

Das mit dem Auge jedoch scheint mir schlimmer geworden, ist schon fast dunkelrot umrandet.

HILFE!!

[Editiert am 12/8/2005 von Gitterkater]
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Krypton
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« Antwort #3 am: 12. August 2005, 21:46:50 »

Hallo Gitterkater

Wie ich bereits des öfteren schrieb, ist eine Ferndiagnose eine heikle fast undurchführbare Sache. Speziell, da ich ebenfall bereits oftmals erwähnt habe, ich mich nicht zu denjenigen zähle die Krankheiten als Spezialgebiet gewähllt haben. Ich werde dir daher keine Ratschläge erteilen, sondern lediglich meine Gedanke dazu äußern, die deinen Umständen entsprechend daher auch nur sehr allgemein zu verstehen sind und keinerlei Gewähr auf Richtigkeit in deinem speziellen Fall darstellen.

Flagellatenbefall zeigt oftmals ähnliche (gleiche?) Symptome. Das sind Parasiten, die sich im Darm, Kiemen oder sonstwo festsetzen und die ihren Wirt im Normallfall, also bei guten Hälterungsbedingungen nur selten umbringen. Kaum ein Fisch ist ME wirklich richtig frei davon. Erst wenn ein zweiter Faktor wie zum Beispiel schlechte zu einseitige Fütterung, wenig Beckenhygiene, falsche oder nicht der Art entsprechende Wasserwerte, Konfrontation mit einem neuen Beckeninsassen, welcher ebenfalls nicht ganz gesund ist, etc. dazukommt, beginnt ein negativer Faktor dabei zu explodieren, da das bereits dauerbelastete Immunsystem dies nicht mehr verkraftet. Folge ist überproportionale, oft explosionsartige Vermehrung der Flagellaten, dadurch Zusammenbruch des gesamten Immunsytems, bakterielle Entzündungen etc. haben freie Hand, greifen um sich, ohne Gegenabwehr. Das Endresultat, ohne Gegenmaßnahmen verendet das Tier meist schnell. (mir bekannte Ausnahme Diskus)

Durch eine Medikamentierung ins Blaue, also ohne mikroskopische Untersuchungen des Kots und damit anschließend einhergehende Diagnose mit punktgenauer Behandlung, verschlimmert sich die Lage meist wesentlich schneller und fortschreitender als ohne Medikamentierung, da dies einen oftmals weiteren zusätzlichen Streßfaktor darstellt.
Dies nur so einmal zum Nachdenken.

Ich habe jedoch schön öfters, (unübersehbar bereits vom Tode gezeichnete) Diskus, ebenfalls mit dem Symptom, weißlichen endlos scheinenden nicht abreissen wollenden Kotfäden, Messerrücken, Abmagerungen und   leicht vorstehenden Augen, alleine durch den Versuch Optimalverhältnisse zu schaffen retten können.  Ich habe dabei das von den meisten Diskushalter als vollkommen wirkungslos, aber ebenso harmlos  eingestufte Mittel, Preis Coly in der Anfangsphase als zus. Unterstützung eingesetzt und auch das Futter darin aufgeweicht und hatte durchaus gute Erfolge damit zu verzeichnen. Aber ich sollte auch sagen, das klappt natürlich nicht immer und in jedem Fall.
LG
Fritz


[Editiert am 12/8/2005 von Krypton]
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