AUSTRIAN AQUANET
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AUSTRIAN AQUANET Forum 02. Dezember 2008, 08:44:09 *
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Autor Thema: ....und wieder einmal Easy Life  (Gelesen 2430 mal)
Walter
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« Antwort #20 am: 03. Februar 2005, 23:59:23 »

Hi Fritz,
wobei da schon zwei unterschiedliche Methoden zur Anwendung kommen:

- Wasseraufbereiter - Chelatbildner (z.B. oder meist EDTA) - "Ummantelung" von Schwermetallen u.ä. und damit "aus dem Verkehr ziehen".

- Easy Life - Tone (sekundäre basische Silikate, Talk oder Kaolinit z.B., was Easy Life nun genau enthält, weiß ja keiner) - Suspension und bezüglich Mikroorganismen Siedlungsfläche (die allermeisten MO suchen Siedlungssubstrate, da sie ihren Stoffwechsel auf Substraten besser betreiben können - hat was mit der Ausbildung einer Polysaccaridschicht um ihren Zellkörper zu tun) - Ansiedeln - Abfiltern.
Bezüglich Schwermetalle wird Easy Life (theoretisch) ahnlich wie ein Chelator funktionieren, in dem sich Schwermetalle zwischen den Silikatischichen (Tone sind Blattsilikate mit enormer Quellfähigkeit - d.h. viel Platz zwischen den Schichten und auch gewisse Ionenaustauscherfähigkeit) anlagern.
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Walter
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« Antwort #21 am: 04. Februar 2005, 00:11:18 »

Hallo Walter
Na ich denke ich weiß was Du im Bezug auf EL. damit zum Ausdruck bringen willst. obwohl man das als nicht Chemiker erst ein wenig verdauen muß. (Ich liebe meinen Brockhaus Lächelnd )
Allerdings wiederholen könnte ich das nicht  :redhead:
Denkst Du alle durch EL geb. Stoffe bleiben gebunden?
Soll es ebenfalls bedeuten alle restlichen Wasseraufbereiter haben auch ihre belegte Daseinsberechtigung? und als Ergänzung auch im eingefahrenen Becken?
Was mich aber im speziellen interessieren würde, kannst Du mir vielleicht beantworten, warum reiner Zeolithstaub auf die meisten Fische tödlich wirkt?
Gruß
Fritz

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Walter
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« Antwort #22 am: 04. Februar 2005, 01:08:29 »

Hi,
ad erstens: Nein, denk ich nicht. Chelatoren können ja ihre "ummantelten Stoffe" wieder abgeben, entweder, wenn andere "stärkere" Stoffe ins Spiel kommen oder auch, wenn sie zerfallen (hoffe, das ist jetzt verständlich ausgedrückt Zwinkernd ) - und EL als Silikat unterliegt weiter der Verwitterung (Tone sind selbst schon ein Verwitterungsprodukt von komplexeren Silikaten)- damit werden gebundene Stoffe sicher wieder frei - deshalb wird EL ja auch aus dem Wasserkreislauf wieder entfernt durch Abfilterung der Akkumulierten Teilchen.

Und zum Zeolith: Keine Ahnung, ich weiß nur, dass Zeolith auch ein Chelator ist (also ein Stoff, der andere Stoffe "aus dem Verkehr ziehen" - "ummanteln" kann wie EDTA, Huminstoffe, Phosphat), warum das tödlich für Fische sein kann, ... hab ich auch noch nie gehört.
Aus was besteht Zeolith genau? (chemisch)

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« Antwort #23 am: 04. Februar 2005, 02:14:40 »

Hallo Walter
 
Zitat
hab ich auch noch nie gehört.  

Das haben wir bei Versuchen zufällig festgestellt, ist also absolut sicher.
Na Gott sei Dank habs ich immer vorher durchgespült, aber eher als Vosichtsmaßnahme ohne zu diesem Zeitpunkt diesen Umstand zu kennen.
  Zeolith
Zeolith (griechisch zein: kochen, und lithos: Stein), Gruppe von Mineralen, wasserhaltige Alkali- bzw. Erdalkali-Alumosilicate.

Die Zeolithe tragen ihren Namen, weil sie bei hohen Temperaturen aufschäumen. Der Grund hierfür liegt in ihrer porösen Struktur: In die äußerst feinen Poren lagert sich Wasser ein, das beim Erhitzen verdampft. Die Härte der Minerale liegt zwischen 3,5 und 5,5 und ihr spezifisches Gewicht zwischen 2,0 und 2,5. Zeolithe finden sich in Klüften und Hohlräumen von basischen Eruptivgesteinen, insbesondere von Basalt. Relativ häufig sind Stilbit, Chabasit, Natrolith und Analcim.
Zeolithe verdanken ihre technischen Nutzungsmöglichkeiten ihrer porösen Struktur. Ihre Poren besitzen etwa die gleiche Größe wie viele Moleküle. Sie können daher z. B. als Filter oder als Ionenaustauscher zur Wasserenthärtung verwendet werden. In solcher Funktion werden sie auch Waschmitteln zugesetzt, durch den Austausch von Kalziumionen im Wasser gegen Natriumionen in den Zeolithporen enthärten sie das Wasser. Die Waschmittelindustrie verarbeitet weltweit jährlich über eine Million Tonnen Zeolithe. Weiterhin werden Zeolithe bei der Verarbeitung von Erdöl und als Katalysatoren verwendet
Quellnachweis: Encarta 2005
Ergänzend möchte ich erwähnen, daß Z. auch für diverse Spezialanwendungen künstlich aufbereitet werden können. Dies scheint hier spez. bei der Verwendung von Waschmittel beschrieben zu sein, sonst müßte ich längst eine Natriumsuppe haben, na ja andererseit fahre ich ja mit reinem Osm. Permeat.
Ich verwende ausschließlich australisches Naturzeolith.
Der Umstand, daß Z. neben einigen anderen Schadstoffen die Vorstufen von No2/N03 entfernt, scheint mir für die Aq besonders interessant zu sein. Ich pers. habe bisher nur beste Erfahrungen damit gemacht.
Gruß
Fritz


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Walter
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« Antwort #24 am: 04. Februar 2005, 02:38:19 »

Hi,
aha, ein Alumosilikat ... Zwinkernd
Das heißt schon etwas. Bei Alumosilikaten sind ein Teil der Si-Zentralatome (Silizium) durch Al Zentralatome ersetzt (Silikate stellen einen Großteil der Gesteine im Erdmantel dar, fast alle, die aus Magma entstehen, das fängt bei Quarz - SiO2 - an und endet in hochpoylmeren Feldspäten - und das Grundgerüst ist ein Tetraeder - "Pyramide" - an dessen Eckpunkten jeweils ein O-Atom sitzt und im Zentrum ein Si-Atom).
Möglich wäre, dass durch Verwitterung (Abbau) der Silikate, was ja schlußendlich bis zum Hydroxyd geht - und, BTW: Silikate sind basische Gesteine, das heißt, sie werden durch saure Lösungen verwittert! - Aluminiumoxid Al2O3 entstehen könnte. Al2O3 ist extrem giftig, allerdings bei pH Werten von ~ 5 - 8 unlöslich also ungefährlich (sonst gäbe es gar kein pflanzliches Leben auf unserer Erde Zwinkernd ), ab pH 4 steigt die Löslichkeit aber extrem an. Aluminiumhydroxid AlOOH ist natürlich auch toxisch.
Könnte was damit zu tun haben - mehr weiß ich aber auch nicht wirklich - jetzt hast wieder was zum Nachgucken und -denken Zwinkernd

Wie war das? "Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie."  :puzz:
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Walter
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« Antwort #25 am: 04. Februar 2005, 02:43:00 »

Hallo Walter
 
Zitat
Wie war das? "Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie."  

Na fast gelungen. wirklich nicht schlecht  :thumbup:
Antworte aber erst morgen darauf aus zeitlich- und bekannten Gründen  Lächelnd

Tonerde ist ab PH 4 extrem giftig ? Schockiert
oder hast du dich vertippt und meinst Aluminiumhydroxid (Al(OH3))

Gruß
Fritz



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« Antwort #26 am: 04. Februar 2005, 03:09:10 »

Aluminium ist gelöst extrem giftig.
Und Al2O3 wird ab pH 4 löslich ... ich hab mich nicht vertippt.
Fast alle Gesteine enthalten Aluminium - das ist an und für sich ja noch nix Tragisches.
Nur wenn Du schreibst, dass Zeolith ein Alumosilikat ist, schließe ich daraus, dass es "mehr" Aluminium enthält. Wenn Du da jetzt staubförmiges Zeolith mit dem Wasser in Kontakt bringst, könnte das eventuell etwas damit zu tun haben, dass Dir Deine Fische eingegangen sind.

Fast alles ist irgendwann oder irgendwo oder in irgend einer Menge oder in irgendeinem Zustand giftig - auch Phenol Zwinkernd - ich hab nur meine Gedanken dazu gesponnen - ich hab keinesfalls gesagt, dass Tonerde giftig ist! Der Grund, warum wir hier in unseren Breiten so fruchtbare Erde haben (und die in den Tropen und in Monsungebieten nicht), ist u. a. unsere gute Tonerde. Tu sie nicht gleich verteufeln Zwinkernd

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« Antwort #27 am: 04. Februar 2005, 03:15:48 »

Hallo Walter
 
Zitat
etwas damit zu tun haben, dass Dir Deine Fische eingegangen sind.

Na meine sind nicht eingegangen.
Maria und Roman hatten da ein paar Ausfälle.

Ansonst hoff ich nur, daß meine elktron. PH Schätzometer nicht zu weit nach unten falsch geht. Zeigt nämlich so um die 5 PH Wert an.
(Ob ich eine "Hirsch Zitronella" ins Becken werfen sollt ?  Lächelnd )
So jetzt geh ich aber schlafen, Du bist ja ein noch schlimmerer "Nachtvogel" als ich.
Gruß
Fritz
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« Antwort #28 am: 04. Februar 2005, 07:43:11 »

Hallo

Ich denke nicht das sich das Zeolith zersetzt und da durch giftige Al Verbindugen entstehen.

Ich würde eher in die Richtung denken das sich der Staub in den Kimen festsetzte und die kleinen Erstickt sind

Weiss nicht ob das Möglich ist?

mfg
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« Antwort #29 am: 04. Februar 2005, 11:40:10 »

Hallo
Beide Varianten wären denkbar, aber wie gesagt ich hörte nur davon, deshalb habe ich auch nichts beobachten können, bzw. gesehen, worauf man hätte event. opt. Rückschlüsse ziehen können.
Im Normalfall wird sich Z. sicher nicht auflösen oder zersetzen, auch gibt es mit Sicherheit unter AQ Bedingungen nichts mehr ans Wasser zurück.
Aber neue Denkanstöße bringen manchmal gewünschte Ergebnisse.  Zwinkernd
Gruß
Fritz
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