AUSTRIAN AQUANET Forum

Aquaristik => Aquarienchemie / Wasserchemie => Thema gestartet von: shary am 05. Februar 2004, 17:48:54



Titel: Phosphat
Beitrag von: shary am 05. Februar 2004, 17:48:54
hab mir durch ein noch recht geringes algenproblem neue wassertests zugelegt... u.a. auch einen phosphat-test... jetzt bin ich draufgekommen, dass der phosphatwert bei mir ca. 1,0 beträgt... nachdem ich relativ wenig fütter hab ich mein leitungswasser getestet und bingo... das wasser kommt exakt mit diesem phosphatwert aus der leitung...

also was tun?... umgehen ist nicht möglich, eine umkehrosmose-anlage zumindest zZeit zu teuer und meinerseits auch die überlegung ob so einen anlage wirklich nötig ist weil alle andren werte passen...

kann mann phosphat noch auf andre arten verringern? kann man zb das leitungswasser mit destiliertem wasser verschneiden, oder bringt das bezüglich phosphat nichts? wie siehts aus mit phosphatbindenden mitteln? sind die zuverlässig? eher kritisch zu betrachten, da vermutlich chemie pur?

bin für tipps dankbar


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: LameraRa am 05. Februar 2004, 18:38:26
    Hi shary!

Schau mal mit der Suche!

http://www.austria-aqua.net/modules.php?name=eBoard&file=search

gib "Phosphat" ein und schon geht's los!

Ich vertraue auf Zeolite!
Da schaust du am besten im Google nach!

Wenn du spezielle Fragen hast, her damit!

PS.: Mein Phosphatwert ist jenseits der Skala!
Die geht nur bis 20!
(und Algenproblem habe ich keins! :-))



Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: shary am 05. Februar 2004, 20:55:04
ein wirkliches problem mit den algen hab ich auch nicht... sind ein paar wenige bartalgen, die sich kaum mehr werden, aber ich hab mich halt dadurch genauer mit der thematik befasst und so meine phosphatwert festgestellt. laut recherche im netz und auch laut info beim test sollte der wert im becken max. bei 0,5 liegen.

ich frag mich aber wie du auf einen wert von über 20 kommst... normal ist der grenzwert für leitungswasser bei 6,5 oder so... ich bild mir ein sogar gelesen zu haben, dass er bei einem wert über 10 oder so sogar gesundheitsschädlich und für fische ev sogar tödlich sein kann (finds jetzt leider nimmer, daher bin ich nicht sicher)


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: LameraRa am 06. Februar 2004, 07:08:36
    Hi shary!

Vom Leitungswasser kommt es nicht!
Da habe ich fast kein Phosphat drin!

Ich habe einen Bekannten, der alles mit Technik en mas macht!
Hat NO4 von 0,1, usw. (Pflanzenvernahtiger halt)

Er hat von mit mal Albino Ancistren bekommen!
Bei mir in kürzester Zeit auf 3 cm gewachsen!
Dann habe ich ihm ein paar geschenkt!
vor ca. 1 Jahr!

 ...  und die 3 cm haben sie immer noch!

Kenne einige die einen sehr!! hohen NO4 Wert im AQ haben!
Einer von denen (er ist auch hier registriert, nur schreibt er sehr wenig)
hat in diesem Wasser auch L134 gezüchtet!

Es kommt ja nicht nur auf den NO4 Wert an!

Natürlich habe ich nicht nur mit meinen Tester (JBL) geprüft!
Den Wert habe ich mir von jemand anderen mit seinem Tester (???) bestätigen lassen!  ;)


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: Krypton am 13. Februar 2004, 11:49:21
Hallo Shary
falls das mit deinen WW Werten tatsächlich stimmt, wirst Du langfristig nicht um Osmosewasser herumkommen, alles andere sind nur zus. Kosten verursachende Notbehelfe.
Mit Chemie: denke wie Du
Ob Zeolith Phosphat entfernt, kann ich nicht bestätigen. Denke aber schon. Käme auf einen Versuch an.
Da sehr viele Aquarianerr Zeolith gegenüber sehr kritisch denken, vermute mal, da er hochaktiv ist und möglicherweise Pflanzennährstoffe mit entzieht, wäre das als Lösung schon denkbar.
Übrigens ich filtere über Zeolith.
Gruß
Fritz

[Editiert am 13/2/2004 von Krypton]


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: deleteuser am 13. Februar 2004, 13:14:45
hi shary!

zeolith ist eher bei nitratproblemen einzusetzen, phosphat (PO4 ralph ;) ) entfernt es nur geringfügig.

es gibt im handel aber so säckchen (mit irgendeinem harz gefüllt) die tut man in den filter, und die filtern auch ordentlich phosphat heraus, kann man sogar in lauwarmen wasser durchspülen und somit regenerieren! die können was ich weiß bis zu 400mg aufsaugen, das wär für dich sicher einfacher und billiger als eine osmoseanlage, vor allem wenn die anderen werte passen.


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: LameraRa am 14. Februar 2004, 20:23:32
    Hi Iris!

Also ich habe mal gelesen, das es auch gegen PO4 helfen sollt!
Ich behaupte sogar, dass ich eine Veränderung des PO4 Wertes gemessen habe, als ich über Zeolith filterte!

Leider sollte man das Zeolith nach 3 Monaten tauschen!
Ist zwar nicht teuer, aber warum sollte ich den Topf aufreißen, wen er noch funzt?


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: Krypton am 14. Februar 2004, 23:06:30
Hallo LameraRa

 Ich muß dir leider eine schlechte Nachricht mitteilen.
Zeolith entfernt N04 nicht

Tja schade, auch ich hab das bis heute nicht gewußt und mir extra einen Test zugelegt da mich das interessierte.
Testbecken letzte Tage mehr geffüttert als notwendig und siehe da auch 1mg/l No4 trotz Zeolith Filterung.
Einzige Hoffnung: Möglicherweise verbraucht sich Zeolith mit der Zeit. Ich werde das noch erforschen und Bescheid geben.
Gruß
Fritz


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: LameraRa am 15. Februar 2004, 00:23:15
    Hi Fritz!

Das sich Zeolith mit der Zeit "aufbraucht" wird wohl so sein!

Wenn man es wirklich testen will, müsste man ein AQ mit einen genau bestimmten Wasserwerten haben!
Ev. sogar ohne Fische und Pflanzen drin!
Das System so lange "leer laufen" lassen bis sich die Wasserwerte stabilisiert haben!
Dann über frisches Zeolith filtern!
Erst dann kann man durch genaues Messen feststellen, ob Zeolith die Wasserwerte verändern!

  Anmerkung: (Laut Amtra)

Zeolith bindet giftiges Ammoniak, Phosphat, Umweltgifte und Fäulnisprodukte. Reduziert Algenwuchs!

Man soll zwar nicht alles glauben, was man so erzählt bekommt, aber Amtra ist für mich ein Qualitätsprodukte Hersteller!

(vertraue ja schon seit Jahren auf das Medic 1 von Amtra)


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: Krypton am 15. Februar 2004, 02:48:33
Hallo
Ich will mich jetzt nicht genau festlegen, da ich nicht ganz sicher bin, aber bei allen Respekt, glaube ich nicht, daß man so zu einem verbindlichen Ergebnis kommt, da ich ja bei frischen Zeolith keine Bekterienkulturen habe, welche sich erst bilden müßten. (etwasverwirrtbin) Ich denke ohne Baktis geht gar nichts.
In einem weiteren Becken, ist das Zeolith sogar wesentlich älter, trotz ebenfalls eher heftige Fütterung Po4 0. Allerdings größere Bodentruppe (Corys)  (immomentsehrverwirrtbin sorry)
Gruß
Fritz

[Editiert am 15/2/2004 von Krypton]


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: shary am 15. Februar 2004, 08:44:07
ich hab irgendwo gelesen, dass zeolith po4 bindet aber sich aufbraucht und wenn es gesättigt ist auch wieder po4 abgeben kann... bin aber nicht sicher

ich habs jetzt so gemacht, dass ich in den kleineren becken phosvec von sera eingesetzt hab... bin jetzt von po4 1 auf 0,25 herunten (wollt nicht soviel auf einmal reinschütten, also hab ich alle 2-3 tage ein bisserl was reingegeben)... werd aber auf ein andres mittel umsteigen, da ich von chemie nicht soviel halt... es geht aber am schnellsten und im 112er waren schon wieder bartalgen im kommen, deshalb war eben handeln angesagt... im 300 becken hab ich phosex von jbl im aussenfilter... dauert aber länger (je nach durchflussgeschwindigkeit) bis das po4 gebunden ist...


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: kekule am 15. Februar 2004, 11:34:08
Hallo

Zeolithe sind meines wissen aluminumverbindungen mit einer enormgrossen oberfläche dadurch können bakterien sich ansiedeln.

Werde mich aber mal in der Bibliothek diesbezüglich schlaumachen und ein kleines Referat darüber halten.


mfg
Kekule


Titel: Re: Phosphat
Beitrag von: Krypton am 15. Februar 2004, 12:49:00
Hallo
Ja tu das, das wäre fein.
Nur damit bei manchem kein Mißverständnis auftritt, bzgl. Aluminiumverbindungen (hört sich ja schwer giftig an) (ggg.)
Es handelt sich bei Zeolithe um reines Naturprodukt in versch. Körnungen.
Falls sich jemand interessiert, ich habe jede Menge davon, fast geschenkt.
Gruß
Fritz